ÖPNV

Bund und Länder machen Tempo für neue S 4

Bahnvorstand Pofalla nahm an dem Spitzentreffen teil.

Bahnvorstand Pofalla nahm an dem Spitzentreffen teil.

Foto: REUTERS / FABRIZIO BENSCH / REUTERS

Spitzentreffen in Berlin mit Bürgermeister Tschentscher, Verkehrsminister Scheuer und Bahnvorstand Pofalla.

Berlin/Hamburg.  Eine Arbeitsgruppe soll jetzt die immer noch offenen Fragen beim geplanten Bau der S 4 klären. Die S-Bahn soll Hamburg mit Ahrensburg (Kreis Stormarn) verbinden. Ziel der Arbeitsgruppe: Sobald die Baugenehmigung für den ersten Abschnitt vorliegt, soll auch mit dem Bau begonnen werden können. Voraussichtlich ist das im kommenden Jahr der Fall.

100.000 Fahrgäste pro Tag

Der Beschluss zur Einsetzung dieses Gremiums fiel am Freitag bei einem Spitzentreffen in Berlin. Teilnehmer waren Bundesverkehrsminister An­dreas Scheuer (CSU), Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und Bahnvorstand Ronald Pofalla. Tschentscher sagte, die S 4 sei ein zentraler Baustein für den Ausbau des Hamburger Schnellbahnnetzes. Bahnvorstand Pofalla erwartet, dass täglich rund 100.000 Menschen die S 4 nutzen werden. Bestandteil des Bauvorhabens sind unter anderem zwei zusätz­liche Gleise von Hamburg-Hasselbrook bis Ahrensburg und fünf neue Bahnhaltepunkte. Geplante Fertigstellung: 2028. Kosten: 950 Millionen Euro. Die nun eingesetzte Arbeitsgruppe wird unter anderem die Frage klären müssen, wie die Kosten auf Bund und Länder aufgeteilt werden.