Wandsbek

Revolver auf Facebook gepostet – SEK stürmt Wohnung

Ein 40-Jähriger verschickt das Bild einer Waffe als Drohung gegen seine Ex-Freundin. Daraufhin erlebt er eine böse Überraschung.

Hamburg. Unliebsame Überraschung um 6 Uhr früh: Schwer gepanzert mit Helmen und Schilden hat eine Hamburger Spezialeinheit am Freitagmorgen die Wohnung eines 40-Jährigen in Wandsbek gestürmt. Im ersten Stock des Hauses an der Lomerstraße rammten die Beamten des Sondereinsatzkommandos (SEK) die Tür auf, drangen in die Wohnung ein und nahmen den Mann vorläufig fest, wie ein Sprecher der Polizei dem Abendblatt bestätigte.

Der Hintergrund: Der Mann hatte bei Facebook das Foto eines Revolvers gepostet. Das Bild war offenbar als Drohung an seine Ex-Freundin (26) gedacht, die den 40-Jährigen schon vor Jahren verlassen hatte. Es soll nicht das erste Mal gewesen sein, dass der Hamburger seine ehemalige Lebensgefährtin über die sozialen Netzwerke unter Druck setzte. Auch wegen Körperverletzung wird gegen den Mann ermittelt. Die 26-Jährige hat ein Kontaktverbot gegen ihren Ex-Freund erwirkt.

In der Wohnung stellte die Polizei eine geringe Menge einer rauschgiftverdächtigen Substanz sicher. Der Revolver aus dem Facebook-Post wurde aber nicht gefunden. Gegen den Mann läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie wegen des Verdachts der Bedrohung. Nach dem Polizeieinsatz wurde der Tatverdächtige aber mangels Haftgründen zunächst wieder entlassen.