Drei Fragen

Caroline Clauder erläutert die Funktionsweise von Yoga.

Was genau ist Spiraldynamik?
Das ist ein dreidimensionales Bewegungskonzept. Ich habe es übertragen und lehre es im Yoga, um die Asanas (Haltungen) anatomisch funktionell korrekt praktizieren und unterrichten zu können. Ziel ist es, den Körper in ein Spannungsgleichgewicht zu bekommen, indem Körperbereiche mit einer Überspannung und Körperbereiche mit einer Unterspannung erkannt und dementsprechend neu ausgerichtet werden.

Daraus entsteht die Balance, die im Yoga angestrebt wird? Der zentrale Gedanke ist das Erreichen des inneren Gleichgewichtes, welches sich auf der physischen Ebene als ein Gleichgewicht im dynamischen Spannungsnetzwerk der Muskeln und Faszien darstellt. Die Wirbelsäule dient dabei als ein stabiles Element im Verspannungssystem. Das bedeutet, die Wirbelsäule trägt kein Gewicht wie eine Säule, sondern ist biegsam und ständigem Druck und Zug ausgesetzt.

Wie häufig sollte ich Yoga machen?
Optimal ist bei körperlichen Beschwerden ein tägliches Training. Wenn ein Lehrer eine Übungsabfolge für zu Hause erstellen kann – ­­dafür reichen dann täglich 20 Minuten aus ­­–, dann ist diese Konstante sinnvoller, als nur zwei- oder dreimal in der Woche für 90 Minuten zu praktizieren. Aber auch eine Praxis von zwei- oder dreimal in der Woche je 20 Minuten kann schon zu Erleichterung und Verbesserung führen. Ein jeder muss schauen, wie es in sein Leben integriert werden kann.