Gesundheit

Prof. Montgomery als Hamburger Ärztepräsident abgelöst

Prof. Dr. Ulrich Frank Montgomery, Präsident der Hamburger Ärztekammer

Prof. Dr. Ulrich Frank Montgomery, Präsident der Hamburger Ärztekammer

Foto: Andreas Laible

UKE-Neurochirurg Pedram Emami an die Spitze gewählt. Weitere Veränderungen im Vorstand der einflussreichen Hamburger Ärztekammer.

Hamburg.  Eine Ära geht zu Ende: Prof. Frank Ulrich Montgomery (66) wird als Präsident der Hamburger Ärztekammer von Dr. Pedram Emami (48) abgelöst. Ohne Gegenkandidaten setzte sich der Neurochirurg am UKE in der Wahl am späten Montagabend durch. Montgomery bleibt Präsident der Bundesärztekammer, wird das Amt aber Mitte 2019 beim Ärztetag in Münster nach acht Jahren ebenfalls aufgeben. Weil auch Klaus Schäfer als Vizepräsident der Hamburger Hamburger Ärztekammer Dr. Birgit Wulff (Rechtsmedizin UKE) Platz machte, hat die Kammer an ihrer Spitze nun zwei prominente UKE-Ärzte. Auch Montgomery, der unter anderem Chef der Krankenhausärzte-Gewerkschaft Marburger Bund war, arbeitete viele Jahre als Radiologe in Eppendorf.

Die Liste Marburger Bund des neuen Kammerpräsidenten Emami erreichte bei der Wahl zur Delegiertenversammlung 30,94 Prozent der Stimmen. Seine neue Stellvertreterin Wulff führte die Liste "Gesundheitsfraktion - die Ärzteopposition" an. Hamburger Ärzte wie Montgomery, Dr. Dirk Heinrich oder Dr. Stephan Hofmeister sind beinahe schon traditionell einflussreiche Player in der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Bundesärztekammer oder in weiteren Institutionen auf der Bundesebene.