Hamburger Hafen

Nach Einbruch – Mehr als 2500 Euro Spenden für Duckdalben

Vor dem Einbruch: Besucher des Seemannsclubs Duckdalben spielen Tischfußball oder Billard (Archiv)

Vor dem Einbruch: Besucher des Seemannsclubs Duckdalben spielen Tischfußball oder Billard (Archiv)

Foto: picture alliance

Diebe brachen in Seemannsclub ein, stahlen die Spendendose und zerstörten einen Billiardtisch. Nun ist die Hilfsbereitschaft riesig.

Hamburg. Es war ein riesiger Schock für Anke Wibel und ihr Team im Duckdalben: Vor einigen Tagen brachen unbekannte Diebe in den urigen Seemansclub im Hamburger Hafen ein, verwüsteten die Einrichtung und stahlen eine prall gefüllte Spendendose samt Inhalt. Besonders bitter: Ein Billiardtisch wurde so sehr demoliert, dass er nun unbespielbar ist.

Doch ebenso groß wie der Schock ist nun die Freude der Seeleute über die gewaltige Hilfsbereitschaft im Hamburger Hafen und weit darüber hinaus. Über die Internetplattform GoFundMe sammelten unbekannte Unterstützer in gerade einmal zwei Tagen rund 2500 Euro für den Duckdalben ein. "Diese Hilfe hat mich schlicht überwältigt", sagt Duckdalben-Geschäftsführerin Anke Wibel dem Abendblatt.

Billiardtisch besonders wichtig für die Seeleute

Mit dem Geld können die Betreiber nun nicht nur die gestohlenen Gelder aus der Spendendose weitgehend ersetzen, es ist auch noch ein neuer Bezug für den Billiardtisch drin. „Ein solcher Tisch ist für die Seeleute etwas ganz besonderes. An Bord eines Schiffes kann man vieles spielen – nur nicht Billard”, so Wibel.

Auch die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd hat ihre Hilfe angeboten und sorgt nun nach Angaben der Betreiber dafür, dass der Seemannsclub künftig mit Kameras überwacht wird. Das soll weitere Einbrecher abschrecken. "So ein Erlebnis wie in der vergangenen Woche brauche ich wirklich nicht noch mal", meint die Duckdalben-Chefin.

Millionster Besucher in Seemannsmission "Duckdalben"
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