Schumachers Woche

Frau Merkel, handeln Sie endlich!

Ich habe lange nachgedacht, ob ich auspacken soll. Natürlich ist es selbstmörderisch. Wahrscheinlich werden schwarze Limousinen vorfahren. Die Scheiben werden herabgefahren. Und dann fliegen einige Handvoll Obatzter an unser Haus, schmierige Käseresteklumpen, die unter das Chemiewaffenverbot der Uno fallen sollten. Egal. Die Wahrheit muss ans Licht. Jeder weiß, dass Berlin von Clans regiert wird.

Doch die brutalste aller Großfamilien operiert immer noch im Geheimen. Sie sind mächtig, sehr mächtig. Mit ihren eiskalten Methoden sind sie bis in höchste Staatsämter vorgedrungen. Sie tragen Anzüge, Brillen, zwei von ihnen hatten vorübergehend sogar mal einen Doktortitel. Einer davon hält sich, keiner weiß wie, an der Spitze eines Ministeriums; was mit Autos. Klar: Statussymbole. Wie ihre Frauen, die nichts zu sagen haben, aber in Zwangskostüme gesteckt werden, die die Brüste unnatürlich himmelwärts schnüren, zur Gaudi der Männer. Clan-Chef ist ein motorisch eher zurückhaltender Mann.

Aber er hat das Gemüt einer Mamba. Erst hinrichten, dann fragen. Der Pate kennt nur ein Motiv: Rache. Wofür? Egal. Hat er vergessen. Hauptsache, kaputtmachen. Schneller, brutaler, sinnloser als alle anderen. Und demütigen. Und Kohle besorgen für die Sippe, Steuergeld. Stets den anderen Clans zeigen, wer der Gewissenloseste ist. Schon bald wird er wieder um seinen Verbleib an der Clanspitze kämpfen müssen. Fehde, Blutrache, Ehrenmord – so ist es seit jeher üblich in dieser Großfamilie, die aus einem finsteren Reich im Süden stammt. Dort werden Ochsen durch die Straßen getrieben, die Fuhrwerke mit Bierfässern ziehen.

Der Clan mischt groß mit im Drogen- und Waffenhandel. Sie verkaufen Suchtmittel in braunen Halbliterflaschen schon an Kinder. Und werfen mit diesem Obatzten. Oft klingt wüste Stammesmusik aus ihren Zelten. Lüsterne Männer in Leder urinieren wild. Sie weigern sich, unsere Sprache anständig zu lernen. Sie wollen uns Deutsche verdrängen. Frau Merkel, handeln Sie endlich.