Volksdorf

Gnadenfrist für Volksdorfer St.-Gabriel-Kirche

Volksdorf. Der Volksdorfer Gemeinderat hat die endgültige Entscheidung über das Schicksal der denkmalgeschützten St.-Gabriel-Kirche verschoben. Das Moratorium, das den 2016 beschlossenen Abriss des Gotteshauses nach massiven Protesten bis Ende September ausgesetzt hatte, wurde jetzt bis zum 31. März 2019 verlängert.

Der Förderverein St. Gabriel, wertete die Entscheidung als gutes Zeichen. Im „Fachausschuss St. Gabriel“, hatten Mitglieder aus Förderverein und Gemeinderat gemeinsam mit zwei Bauträgern Konzepte zur Rettung der Kirche am Sorenremen erarbeitet. Eines davon soll jetzt weiterverfolgt werden, hieß es in einer Mitteilung des Gemeinderats.

Es sieht eine Kita im Sockelgeschoss der Kirche vor und Neubauten im hinteren Teil des 4000 Quadratmeter großen Grundstücks, wo derzeit noch Pfarr- und Küsterhaus samt Gemeindesaal stehen. Die Mieteinnahmen sollen den Unterhalt der Kirche ermöglichen. Der Ausschuss soll jetzt Verträge und Baugenehmigungsanträge vorbereiten, um im Frühjahr entscheiden zu können, ob der Abrissbeschluss revidiert wird.

Der Kirchenkreis Ost will aus Kostengründen rund ein Drittel seiner 150 Gebäudekomplexe loswerden oder umnutzen. In der Region Volksdorf/Bergstedt/Hoisbüttel soll es nach Meinung des Kirchenkreises St. Gabriel und Hoisbüttel treffen. Letztlich entscheiden aber die Gemeinden.