Hamburg-News

S-Bahnverkehr am Hauptbahnhof über zwei Stunden lahmgelegt

Was in der Stadt passiert: Lange Staus auf den Autobahnen. "Peking" schwimmt wieder. Lkw erfasst Radfahrerin.

Hamburg. Aktuelle und lokale Nachrichten aus dem Rathaus, wichtige Einsätze von Polizei und Feuerwehr, Neues von Hanseaten und Prominenten, Kurioses aus der Stadt – hier in den Hamburg-News.

Weichenstörung beeinträchtigt Bahnverkehr

Nach der Stellwerkstörung folgte die Weichenstörung in Wilhelmsburg: Wie die Deutsche Bahn auf Anfrage bestätigte, fuhren am späten Freitagabend keine Züge des Regional- und Fernverkehrs vom Hauptbahnhof Richtung Harburg. Der S-Bahnverkehr war davon nicht betroffen. Die Störung wurde im Verlauf der Nacht behoben.

Stellwerksstörung legt S-Bahnverkehr lahm

Der S-Bahnverkehr rund um den Hauptbahnhof ist am Freitagabend für mehr als zwei Stunden zum Erliegen gekommen: Wegen einer Stellwerksstörung fuhren zwischen 19.30 Uhr und 21.40 Uhr vom Hauptbahnhof fast keine Bahnen in Richtung Airport/Poppenbüttel, Aumühle und Neugraben/Stade. Während dieses Zeitraums wurden die Züge des Fernverkehrs und die Metronome zwischen den Stationen Altona, Hauptbahnhof und Harburg für HVV-Kunden freigegeben. Es kam auf allen S-Bahnlinien zu Verspätungen und Ausfällen. "Die Unannehmlichkeiten bedauern wir sehr", teilte die Deutsche Bahn mit.

Katharina Fegebank erleidet Schwächeanfall

Nach vier Tagen extrem anstrengenden Programms hat Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank, die mit Zwillingen schwanger ist, am Freitag einen leichten Schwächeanfall erlitten. Die Zweite Bürgermeisterin musste ausgerechnet ihr Eröffnungsreferat bei der GAIN-Tagung (German Academic international Network) abbrechen, in dem sie für den Wissenschaftsstandort Hamburg werben wollte. Zur GAIN-Tagung mit 730 Teilnehmern kommen die Spitzen der Deutschen Wissenschaftsszene zusammen, es gilt als eine Art Klassentreffen der deutschen Wissenschaft.

Fegebank ist keineswegs zusammengebrochen, musste sich aber hinsetzen und dann in ihr Zimmer zurückziehen. In den vergangenen vier Tagen hat sie mit ihrer Delegation bei ungewöhnlicher Hitze an der Ostküste der USA täglich von morgens in der Früh bis abends spät eine Vielzahl von Terminen wahrgenommen, zunächst in Washington und dann an der Harvard Universität und dem MIT.

Udo Lindenberg gibt weiteres Zusatz-Konzert

Gute Nachrichten für alle, die Udo Lindenberg auf seiner Tour im kommenden Jahr in Hamburg sehen wollen: Weil die Termine am 21. und 22. Juni bereits ausverkauft sind, gibt der Mann sich nun an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Ehre: Für den neuen Termin am 20. Juni sind noch reichlich Karten verfügbar, aber das kann sich schnell ändern.

Lange Staus im Feierabendverkehr rund um Hamburg

Auf den Autobahnen rund um Hamburg kommt es am Freitagnachmittag zu langen Staus: Auf der A7 staut es sich Richtung Norden auf 16 Kilometern vor dem Dreieck Nordwest, in der Gegenrichtung auf zwölf Kilometern vor dem Elbtunnel.

Auf der A1 in Richtung Norden staut es sich auf 18 Kilometern vor der Anschlussstelle Öjendorf, in Richtung Süden auf zwölf Kilometern vor der Anschlussstelle Harburg. Auch auf den Zubringerstraßen zu den Autobahnen kommt es infolge der Staus zu Verzögerungen.

Traditionssegler „Peking“ hat wieder Wasser unter dem Kiel

Das Traditionsschiff „Peking“ hat wieder Wasser unter dem Kiel: Am heutigen Freitag wurde das Schiff auf der Peters Werft in Wewelsfleth (Kreis Steinburg) ausgedockt und zu Wasser gelassen. Das zog auch einige Schaulustige an, die die Kameras zückten.

Die historische Viermastbark lag ein knappes Jahr im Trockendock. Nach einer Grundsanierung des Unterwasserschiffs ist der Traditionssegler wieder ohne Einschränkungen schwimmfähig. Jetzt können die Instandsetzungsarbeiten im Schiffsinnern fortgesetzt werden, dafür muss das über 100 Jahre alte Schiff aber nicht mehr im Trockendock liegen. Die „Peking“ wird dafür an der Werftpier festgemacht.

Radfahrerin nach Zusammenprall mit Laster schwer verletzt

Eine 77-jährige Fahrradfahrerin ist im Hamburger Stadtteil Osdorf von einem Lkw erfasst und schwer verletzt worden. Ein 64-Jähriger sei am Donnerstag mit seinem Lastwagen aus der Osdorfer Landstraße nach rechts in den Harderweg eingebogen und habe dabei die in gleicher Richtung geradeaus fahrende Fahrradfahrerin übersehen, teilte die Polizei mit.

Bei dem Unfall sei die 77-Jährige schwer verletzt worden. In Hamburg war es in der Vergangenheit immer wieder zu schweren Unfällen zwischen Lastwagen und Fahrradfahrern gekommen. Im April war eine 33-jährige Radfahrerin in Eimsbüttel ums Leben gekommen: Die Mutter hatte mit ihrem Fahrrad am Eppendorfer Weg die Osterstraße auf der Radfurt überquert, als sie von einem nach rechts abbiegenden Kühllaster erfasst und überrollt wurde. Sie war noch an der Unfallstelle verstorben.

Raser liefert sich auf Drogen Verfolgungsjagd

Ein 37 Jahre alter Mann ist am Donnerstagabend von der Polizei aus dem Verkehr gezogen worden – und das gleich wegen mehrerer Verkehrsdelikte. Die Besatzung eines ProViDa-Fahrzeugs wurde auf der Zeppelinstraße auf den Fahrer eines Iveco-Kastenwagens aufmerksam. Dieser war 32 km/h schneller unterwegs als erlaubt.

Doch das war nicht der einige Verstoß, der auf das Konto des 37-Jährigen geht. Er ignorierte die Haltesignale des Funkstreifenwagens, flüchtete mit sehr hoher Geschwindigkeit stadtauswärts vor der Polizei, wobei er gefährliche Manöver fuhr. Nach Angaben der Polizei raste er über mehrere Straßenzüge, verursachte hierbei mehrere Beinaheunfälle, missachtete Verkehrszeichen und gefährdete mehrere Verkehrsteilnehmer. Im Tarpenring hielt der Mann mit dem Kastenwagen schließlich an. "Als Grund für seine Flucht gab er an, nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis zu sein", teilte die Polizei am Freitag mit. Zudem reagierte ein Drogenschnelltest positiv auf Amphetamine.

Schwerer Unfall mit Rollerfahrern

Bei einem Unfall mit zwei Rollerfahrern in Rahlstedt sind insgesamt zwei Männer und eine Frau zum Teil schwer verletzt worden. Die Fahrer kollidierten am Donnerstag gegen 23.20 Uhr in der Hermann-Balk-Straße. Die Beteilligten wurden mit Verletzungen am Kopf, am Rücken und am Bein ins Krankenhaus gebracht. Bei den Fahrern besteht der Verdacht auf Trunkenheit. Der Verkehrsunfalldienst hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Straße musste während der Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme voll gesperrt werden. Die Feuerwehr war mit vier Rettungswagen, zwei Notärzten und einem Löschfahrzeug im Einsatz

Lange Staus am Wochenende erwartet

Autofahrer müssen am Wochenende auf der A1 und der A7 erneut mit langen Staus im Raum Hamburg rechnen. Auf der A1 in Richtung Bremen wird zwischen Billstedt und Moorfleet gebaut. Von heute Abend (20.00 Uhr) bis Montagmorgen (5.00 Uhr) werde nur einer der drei Fahrstreifen befahrbar sein, teilte die Hamburger Verkehrsbehörde mit. Auch die Überprüfung der Norderelbbrücke gehe weiter. Darum werden im Bereich der Elbquerung am Sonnabendnachmittag und am Sonntagvormittag nur zwei von drei Fahrspuren in beiden Richtungen zur Verfügung stehen. Es sei mit erheblichen Behinderungen zu rechnen, hieß es. Bereits am vergangenen Wochenende hatte es wegen der Brückenprüfung und Bauarbeiten bis zu 18 Kilometer lange Staus auf der A1 gegeben.

Auf der A7 ist in der Nacht zum Sonntag eine Sperrung der Fahrbahn in Richtung Süden wegen Brückenbauarbeiten geplant. Der Abschnitt zwischen Quickborn (Kreis Pinneberg) und Hamburg-Schnelsen-Nord wird von Sonnabendabend 21.00 Uhr bis Sonntagmorgen 9.00 Uhr nicht befahrbar sein, wie das Baukonsortium Via Solutions Nord mitteilte. Während der Sperrung soll ein Baugerüst unter einer Brücke bei Quickborn abgebaut werden. Zudem steht die Montage von mehreren Verkehrszeichenbrücken auf dem Programm. Eine Umleitung ist eingerichtet.

Der Ausbau der Autobahn 7 zwischen Hamburg und Bordesholm auf sechs Spuren nähert sich dem Ende. Ab Sonnabend soll der Verkehr zwischen Quickborn und dem Rastplatz Bönningstedt nördlich von Hamburg wieder auf beiden Richtungsfahrbahnen fließen. Autofahrer in Richtung Flensburg/Kiel sind darum von der nächtlichen Sperrung nicht betroffen. Allerdings sind in dem Bereich noch Restarbeiten zu erledigen, weswegen zunächst nur zwei Fahrspuren in jede Richtung zur Verfügung stehen werden. Erst ab Ende Oktober können Autofahrer zwischen Kaltenkirchen und der Landesgrenze alle sechs Spuren nutzen.

Bis zum Jahresende sollen die übrigen Baustellen verschwinden, mit Ausnahme eines Drei-Kilometer-Abschnitts bei Neumünster und des Bereichs um den Lärmschutzdeckel bei Hamburg-Schnelsen. In der zweiten Jahreshälfte 2019 soll der Verkehr dann auf den gesamten 65 Kilometern zwischen dem Dreieck Hamburg-Nordwest und Bordesholm komplett freigegeben werden.

Die Hamburg-News vom Donnerstag