Hamburg

Tierpark Hagenbeck rätselt über Todesursache von Walrossbaby

Walrossmutter Dyna trauert um ihr verstorbenes Jungtier. Tiermediziner haben die Obduktion des Leichnams vorgenommen.

Hamburg. Nach dem Tod des Walrossbabys im Tierpark Hagenbeck haben Tiermediziner die Obduktion des Leichnams vorgenommen. „Die Ergebnisse sollen in den kommenden Tagen vorliegen“, sagte eine Sprecherin. Noch sei die genaue Todesursache nicht geklärt.

Die Tierpark-Verantwortlichen, die Pfleger und die Besucher seien nach wie vor sehr traurig, viele Gäste hätten ihr tiefes Mitgefühl geäußert. Wie berichtet, hatte das erst am 17. Juni geborene Jungtier zunächst stark abgenommen und womöglich wegen einer Unverträglichkeit der Ersatzmilch immer wieder Durchfall gehabt.

Keine Zucht mehr mit Muttertier Dyna

Eine Entzündung hatte Muttertier Dyna daran gehindert, ihr Baby zu säugen. Da die Walrossdame bereits bei ihrem ersten Nachwuchs Thor im Jahr 2014 Probleme mit dem Stillen gehabt hatte, soll nun auf eine weitere Zucht mir ihr verzichtet werden. Momentan rufe das Tier noch regelmäßig nach seinem gestorbenen Baby.

Schon vor zwei Jahren war das zweijährige Walrossmädchen Loki, das an einer angeborenen Fehlbildung litt, in Hamburg gestorben. Die drei bei Hagenbeck geborenen Jungtiere sind bisher die einzigen in Deutschland gezüchteten Walrosse. In Europa hat sonst nur das Dolfinarium in Harderwijk Nachwuchs bei diesen großen Robben.