Hamburg

Sehbehinderte fordern E-Busse mit Soundsystem

Hamburg. Der Hamburger Blinden- und Sehbehindertenverein (BSVH) fordert, dass bei allen Elektro-Fahrzeugen akustische Warnsysteme eingebaut werden. Auch E-Busse sollen mit sogenannten AVAS-Systemen (Acoustic Vehicle Alerting Systems) ausgestattet werden, um Sehbehinderten zu helfen, herannahende Fahrzeuge besser wahrzunehmen.

„Der Sicherheitsaspekt muss für alle Verkehrsteilnehmer von Anfang an gewährleistet sein“, sagt Melanie Wölwer vom Sehbehindertenverein. Bei den Soundsystemen sei auch relevant, dass sich die Geräusche verändern, denn für Sehbehinderte, die auf ihr Gehör angewiesen sind, „ist es zum Beispiel wichtig zu hören, ob ein Fahrzeug die Geschwindigkeit drosselt oder Gas gibt“.

Ein Sprecher der Hochbahn bestätigt, bereits mit den Herstellern in Gesprächen zu sein. Noch gäbe es zwar keine serienmäßige Lösung, aber die 30 neuen E-Busse der Hochbahn, die für kommendes Jahr geplant sind, sollen möglichst schon mit einem Warnsystem ausgestattet sein. Laut EU-Richtlinie ist das für neue Fahrzeuge erst ab dem Jahr 2021 verpflichtend. Kritische Situationen habe es noch keine gegeben.