Hamburg

Hitze treibt Ozonwerte in die Höhe

Behörde rät von Sport im Freien ab und bittet Hamburger, Auto stehen zu lassen

Hamburg. Die Behörden warnen vor einer zu hohen Ozonkonzentration in der Hansestadt. Wer empfindlich ist, sollte auf körperliche Tätigkeit im Freien verzichten. Von Ausdauersport rät die Umweltbehörde ausdrücklich ab. Laut Behörde war der Informationswert von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft am Mittwoch um 14 Uhr an zwei Messstationen – in Bramfeld und Neugraben – überschritten worden. Dort wurden jeweils 181 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. Am Flug­hafen lag der Wert bei 175, an der Sternschanze um 15 Uhr bei 170.

Die Umweltbehörde appelliert an die Hamburger, wegen der erhöhten Ozonkonzentration das Auto möglichst stehen zu lassen und stattdessen Rad, Bahn oder Bus zu benutzen. Wer auf seinen Wagen oder sein Motorrad angewiesen ist, sollte langsam fahren, um Sprit zu sparen – auf den Autobahnen nicht mehr als 90 Kilometer pro Stunde. Die erhöhten Ozonkonzentrationen können zu Schleimhautreizungen, Kopfschmerzen und Atemwegsbeschwerden führen. Die Behörde erwartet aber kein Ansteigen der Konzentration über den Warnwert von 240 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

Wohl auch, weil sinkende Temperaturen Entlastung bringen könnten. Am heutigen Donnerstag sollen wieder Wolken aufziehen, die Temperaturen werden nur noch bei 25 bis 30 Grad erwartet. Die Sonne ist dabei nur zeitweise am Himmel zu sehen. Laut Deutschem Wetterdienst besteht eine Unwettergefahr durch schwere Gewitter.

In den Gefängnissen hat die anhaltende Hitzewelle am Mittwoch noch für schweißtreibende Verhältnisse gesorgt. Die Justizvollzugsanstalten würden ihren Häftlingen bei den hohen Temperaturen deutlich mehr Getränke zur Verfügung stellen, sagte ein Sprecher der Justizbehörde. Die vorhandenen Fenster würden regelmäßiger zum Durchlüften geöffnet. Die jugendlichen Gefangenen in der Haftanstalt Hahnöfersand bekamen Eistee und Wassereis.

Auch den Bediensteten mache die Witterung zu schaffen, sagte ein Sprecher des Bunds der Strafvollzugsbediensteten in Hamburg. Große Ventilatoren sollen für Abkühlung sorgen. Kurze Hosen seien aber nicht erlaubt, so der Sprecher. Dafür sei aber die Krawattenpflicht gelockert.