Zwischenruf

Wie man bei der Hitze cool bleibt

Ganz Hamburg stöhnt über die Hitze. Da sind die, die sich noch wacker von Schattenplatz zu Schattenplatz schleppen. Oder jene, die sich mit matten Handbewegungen Luft zufächeln, am liebsten unter Zuhilfenahme einer Eiskarte – in der Hoffnung, dass es so besser kühlt. Und dann sind da die, die selbst diese sparsamen Bewegungen als zu anstrengend finden. Sie verharren möglichst regungslos und sehnen sich eine Eiszeit herbei – wenn auch vorzugsweise keine politische mit Beteiligung eines gewissen US-Präsidenten, dessen Name hier unerwähnt bleiben soll.

Doch allen Beschwerlichkeiten zum Trotz sei an einige Vorteile der heißen Tage erinnert: die enorme Zeitersparnis zum Beispiel, die sie morgens im Bad mitbringt: Statt sich zeitaufwendig mit etlichen Lagen Kleidung gegen Kälte schützen zu müssen (allein das Anziehen der Wollstrumpfhose dauert ewig), reicht es jetzt, schnell in ein luftiges Kleid oder in kurze Hose und T-Shirt zu schlüpfen. Auch für die Figur tun wir beinahe mühelos etwas. Statt uns in der Mittagspause in der Kantine mit Currywurst und Pommes oder Schnitzel mit Kartoffelsalat vollzustopfen, gelüstet es uns eher nach Rohkost, kalten Getränken und Obst. Und wer schon mal eine Wassermelone zum Arbeitsplatz im vierten Stock geschleppt hat, weiß, was für ein gutes Training das ist. So schmelzen überflüssige Pfunde quasi nebenbei.

Es gibt aber auch Menschen, die die aktuelle Hitzeperiode immer noch kalt- lässt. So wie die Frau am Jungfernstieg, die beim Shoppen einen langärmeligen Pullover und darüber eine Wolljacke trug. Oder die Jugendliche, die über ihre lange Lockenmähne eine modische Strickmütze gezogen hat. Das mag cool sein. Aber allein beim Anblick brauchst du dringend zum Abkühlen ein Eis.