Hamburg

Mode, Polo und ein neues TV-Gesicht

Die Hamburg-Kolumne: Anekdoten aus der Gesellschaft, Rück- und Vorblicke auf Veranstaltungen – und alles über die wichtigsten Köpfe der Stadt

Der Ballsaal des Hotel Grand Elysée wurde am Donnerstag zum Laufsteg. Designerin Liz Malraux hatte zur Modenschau „Breaking The Ice“ eingeladen und stellte ihre Herbst/Winterkollektion vor. Während die Hamburger draußen bei Temperaturen um die 30 Grad schwitzten, präsentierten die Models im angenehm temperierten Saal Fuchswesten und Kleider mit Krokopatches. Die Moderation hatte Hinnerk Baumgarten vom NDR übernommen. Wie immer machte Marie Amière bei der Präsentation der Kreationen eine perfekte Figur. Das viel beschäftigte Hamburger Model freut sich schon auf den anstehenden Urlaub in Spanien. Auf ihrem Reiseprogramm stehen das pulsierende Barcelona und Marbella. Von einem Spanientrip erzählte auch Eva Habermann. Die Schauspielerin hatte einen Yoga- und Reiturlaub in Andalusien gemacht. „Das war eine sehr entspannte Zeit.“ Doch jetzt wird wieder gearbeitet. Die Hamburgerin spielt ab dem 8. September an der Frankfurter Komödie in dem Stück „Fremde Verwandte“ an der Seite von Christian Wolff. Auf dem Laufsteg lief Eva Habermann bei der Modenschau nicht mit, die 42-Jährige verfolgte das Geschehen von ihrem Platz in der ersten Reihe aus. „Als Model müsste ich Kleidergröße 34 oder 36 haben, aber ich habe 38 und fühle mich so sehr wohl. Wenn ich abnehme, dann sieht mein Gesicht immer so hager aus.“

Eine Stammkundin der Designerin mit Geschäft am Neuen Wall ist Lettlands Honorarkonsulin Sabine Sommerkamp-Homann, die ein pinkfarbenes Seidenkostüm trug. „Das war das erste Kleidungsstück, das ich vor 20 Jahren bei Liz Malraux erstanden habe. Ich trage gern elegante Mode.“ Voller Stolz berichtete Sommerkamp-Homann, dass sie bereits seit 21 Jahren das Ehrenamt als Konsulin bekleidet.

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Sylt ist in den Sommermonaten für viele Hamburger die zweite Heimat. Und auch an diesem Wochenende wird den Urlaubern auf der Nordseeinsel nicht langweilig. Ein Pflichttermin für die feine Gesellschaft sind die 20. Berenberg German Polo Masters in Keitum. Der Chef der Hamburger Berenberg Bank, Hans-Walter Peters, erwartet am Wochenende rund 350 geladene Gäste im VIP-Bereich. Für das Catering ist das Hamburger Edelrestaurant Die Bank verantwortlich. Beim 1. Petro Surf-Festival am heutigen Sonnabend im Kaamp-Hüs bringen die beiden Sylter Ken Hake und Angelo Schmitt den Kult um luftgekühlte Porsche mit 65 Jahren Sylter Surfgeschichte zusammen. Das hat selbst Kampen noch nicht gesehen. Hake und Schmitt haben das internationale Who-is-Who der Surf- und Porscheszene versammelt: Magnus Walker, der Besitzer der weltweit exklusivsten Porschesammlung, wurde aus Los Angeles eingeflogen. Der Pariser FotografVince Perraud zeigt seine Sicht auf die Faszination Porsche. Aus Kalifornien hat sich Surffotograf Derek Dundfee angekündigt. Eine Ausstellung zur 65-jährigen Surfgeschichte wird auch gezeigt. Einen Grund zum Feiern gibt es am Sonnabendabend in Rantum: Das Meerkabarett wird 25 Jahre alt. Die Gala moderiert Götz Alsmann. Bereits am Freitag wurde die Muschelsaison auf Sylt eröffnet. Passend dazu gab es einen Festvortrag von Schleswig-Holsteins ehemaligem Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen (CDU) mit dem Titel „Hafen Hörnum und die Muschelfischerei“.

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Der Hamburger Koch Tim Mälzer und Moderator Johannes B. Kerner sind an diesem Sonnabend gemeinsam in der TV-Sendung „Beginner gegen Gewinner“ ab 20.15 Uhr auf ProSieben zu sehen. In der Show von Joko Winterscheidt treten Hobbysportler gegen Profis in einem Wettkampf gegeneinander an. Mälzer und Kerner sind im Experten-Panel dabei. Aber es gibt auch zwischen den beiden einen sportlichen Wettkampf. Denn Mälzer tauscht den Kochlöffel gegen die Bowlingkugel und fordert Kerner heraus.

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Das Jahresfest der Hamburger Landesvertretung in Berlin ist eines der gesellschaftlichen Höhepunkte in der Bundeshauptstadt. Auf der Veranstaltung sind traditionell die Spitzen aus Politik, Wirtschaft und Kultur sowie hochrangige Vertreter des diplomatischen Korps zu Gast. Die Einladungen für den 28. August – es werden bis zu 3500 Gäste erwartet – sind verschickt. Seit 2002 wurde traditionell rund um die Hamburger Landesvertretung an der Jägerstraße gefeiert. Doch dort wird momentan gebaut, und deshalb wird das Jahresfest auf den ehemaligen Flughafen Tempelhof verlegt. Da dürfte genügend Platz für einen entspannten Austausch sein.

Hunderte Gäste reisen extra aus der Hansestadt an, passend zum Motto „Hamburg in Berlin“. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) wird eine Ansprache halten. Sicherlich wird es sich sein Vorgänger, der jetzige Bundesfinanzminister Olaf Scholz(SPD), nicht nehmen lassen, an diesem Abend dabei zu sein.

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Die ARD hat kürzlich die neue Morgensendung „live nach neun“ gestartet, und die Hamburgerin Alina Stiegler bildet gemeinsam mit Schauspieler Heinrich Schafmeister ein Moderationsteam. Produziert wird die Sendung in Düsseldorf, deshalb pendelt die 32-Jährige zwischen Hamburg und der Rheinmetropole. Die Live-Situation gefalle ihr bei dem neuen Format am besten. Das Interview sei dadurch näher, authentischer und auch fairer für den Gesprächspartner, erzählt Stiegler beim Gespräch in ihrem Stammcafé Elbgold in den Schanzenhöfen.

Die gebürtige Berlinerin lebt in Eimsbüttel, ist vor neun Jahren in die Hansestadt gezogen. Zuvor hatte sie begonnen, Kommunikations- und Wirtschaftswissenschaften in Berlin zu studieren, ging für den Master in die Medienmetropole Hamburg. „Die Stadt ist ein Paradies für Journalistik-Studenten“, sagt Stiegler, die auch schon beim Eurovision Song Contest in der ARD als Moderatorin zu sehen war.

Für die Zukunft wünscht sich die begeisterte Joggerin weitere Produktionen mit dem ESC, auch um ihr Fernweh stillen zu können. „Ich finde es toll, mir nach und nach die weiße Landkarte zu erschließen.“ Eines ihrer Lieblingsurlaubsziele ist Italien, sie mag die Lebensart. Auch in ihrer Wahlheimat Hamburg ist sie auf Erkundungstour. Alina Stiegler bleibt nicht nur auf Eimsbüttel fokussiert, sondern findet es „spannend, durch Hamburg zu spazieren und immer neue Orte kennenzulernen.“ Alleine oder mit einem Partner? Diese Frage lässt die Moderatorin unbeantwortet.

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Viele schöne Menschen werden sich am 31. August in der Europa Passage am Ballindamm zur Schau stellen. In dem Einkaufszentrum wird die Wahl zu Miss und Mister Hamburg 2018 veranstaltet. Das Event ist öffentlich, und alle Interessierten können dabei sein, wenn die schönsten Menschen der Hansestadt ab 14 Uhr gekürt werden. Wer sich zur Wahl stellen möchte, kann sich unter der Rufnummer 0441/8008640 anmelden. Allerdings gelten bestimmte Regeln: Bewerber sollten zwischen 18 und 29 Jahre alt sein und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen.

In der Jury sitzt neben Model Jolina Frust und Centermanager Jörg Harengerd auch Paul Janke. Letzterer hatte 2009 die Wahl zum Mister Hamburg gewonnen – das war für ihn ein Sprungbrett für seine Fernsehkarriere. Denn 2012 suchte Janke in dem RTL-Format Bachelor eine Frau und wurde einem Millionenpublikum bekannt. Heute verdient der Hamburger Janke sein Geld vor allem als DJ.

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Früher Fernsehgeräte, dann Kameras und jetzt Musicals: Martin Broderick wird neuer Commercial Director und Mitglied der Geschäftsführung bei Hamburgs Musical-Unternehmen Stage Entertainment („König der Löwen“). „Das ist eine große Herausforderung, auf die ich mich sehr freue“, sagt Martin Broderick, der zuletzt acht Jahre Manager bei Kamerahersteller Nikon war. Von dort lockte ihn Chefin Uschi Neuss jetzt zu Stage, wo er „neue Impulse für unser immer vielfältigeres Angebot“ setzen soll.

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Nach Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat der Eimsbütteler Niels Annen die spektakulärste Karriere nach der Bundestagswahl hingelegt. Der SPD-Bundestagsabgeordnete ist inzwischen Staatsminister im Auswärtigen Amt, behält aber einen kleinen ehrenamtlichen Nebenjob: Er moderiert die Veranstaltungen der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik künftig gemeinsam mit der Bremer Bundestagsabgeordneten Elisabeth Motschmann. Die beiden haben in diesem Jahr noch Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, den ehemaligen Bundesminister Philipp Rösler (FDP) und die Außenministerin Liechtensteins, Aurelia Frick, zu Gast.