Lauenburg

Elbe zu flach für Schiffe – Fähren fallen zeitweise aus

Ein Frachtschiff fährt in der Nähe von Mölln (Schleswig-Holstein) auf dem Elbe-Lübeck-Kanal

Ein Frachtschiff fährt in der Nähe von Mölln (Schleswig-Holstein) auf dem Elbe-Lübeck-Kanal

Foto: picture alliance / dpa

Gütertransporte Richtung Hamburg müssen auf Kanäle ausweichen. Auch Sportboote können nur noch eingeschränkt fahren.

Lauenburg.  Auf der Elbe oberhalb von Lauenburg (Kreis Herzogtum Lauenburg) können derzeit wegen Niedrigwassers derzeit so gut wie keine Schiffe verkehren. Vor allem in der Mittelelbe zwischen Dömitz (Mecklenburg-Vorpommern) und dem niedersächsischen Hitzacker seien die Pegelstände derzeit sehr niedrig, heißt es beim zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Lauenburg. Binnenschiffe, die aus dem Raum Berlin oder Magdeburg in Richtung Hamburg unterwegs sind, nähmen im Moment die alternative Route über den Mittelland- und den Elbeseitenkanal, erklärte Tilman Treber, kommissarischer Leiter des WSA Lauenburg. Auch Sportboote könnten nur noch eingeschränkt fahren.

Zudem mussten die Elbfähren zwischen Darchau und Neu Darchau (Landkreis Lüneburg) sowie zwischen Lenzen und Pevestorf in den vergangenen Tagen den Dienst wegen Niedrigwassers immer wieder vorübergehend einstellen und sind derzeit keine absolut verlässlischen Verbindungen zwischen den Elbufern.

Niedrigster Stand im Jahr 1947

Zuletzt lag der Pegel in Neu Darchau nurmehr bei 80 Zentimetern. Der bislang niedrigste Stand wurde dort im Jahr 1947 gemessen. Damals waren es nur noch 67 Zentimeter. Die Fähre „Amt Neuhaus“ zwischen Bleckede und Neu Bleckede war dagegen zuletzt weiter im Einsatz.

Betroffen vom Niedrigwasser ist unter anderem der Rhein. Dort können Binnenschiffe nach Angaben des WSA in Köln derzeit oft nur noch die Hälfte der sonst üblichen Ladung transportieren.