Hamburg-News

Kleines Mädchen stirbt bei Unfall mit Eiswagen

Was in der Stadt passiert, was die Hamburger bewegt oder wo der Verkehr stockt: Lesen Sie hier, was heute in Hamburg los ist.

Hamburg. Aktuelle und lokale Nachrichten aus dem Rathaus, wichtige Einsätze von Polizei und Feuerwehr, Neues von Hanseaten und Prominenten, Kurioses aus der Stadt – hier in den Hamburg-News.

Dreijähriges Kind von Eiswagen überrollt und tödlich verletzt

Bei einem tragischen Verkehrsunfall am Donnerstagabend ist ein drei Jahre altes Mädchen getötet worden. Ein Eiswagen befuhr gegen 18 Uhr das Gelände einer von "Fördern & Wohnen" betriebenen Wohnunterkunft am Blomkamp in Osdorf. Mutmaßlich beim Rangieren übersah er das Mädchen und überrollte es. Das Kind soll sofort seinen Verletzungen erlegen sein. Die Mutter des Mädchens erlitt einen Schock und wird von Rettungskräften und einer Notfallseelsorgerin der Feuerwehr betreut. Kriminaltechniker und der Verkehrsunfalldienst sowie ein Sachverständiger ermitteln nun den genauen Hergang des Unfalles.

Anwohner der Unterkunft berichten, dass eine Schranke, die eigentlich den Zugang zu dem Privatgelände regeln und verhindern soll, dass fremde Autos es befahren, bereits seit drei Wochen defekt ist. Seitdem sollen bereits öfter Eiswagen zu der Unterkunft gekommen sein, um ihre Waren anzubieten. Die Anlage befindet sich noch im Aufbau und soll bei Fertigstellung Platz für 690 Menschen bieten.

Radfahrer unter Unfall-Pkw begraben

Bei einem Verkehrsunfall am Holstenkamp in Bahrenfeld ist ein Fahrradfahrer unter einem Auto begraben und schwer verletzt worden. Der Polizei zufolge war am Donnerstagnachmittag ein Auto des Jugendschutzes der Polizei mit einem weiteren Wagen zusammengestoßen.

Dieser wurde anschließend gegen ein Fahrrad geschleudert und begrub den Radfahrer unter sich. Passanten halfen dabei, den Mann zu befreien. Er wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr bestand jedoch nicht, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Ursache für den Zusammenstoß war zunächst unklar.

Sicherheitsdienst-Mitarbeiter räumt Geschäft aus

Die Polizei hat am Mittwochabend einen 30-Jährigen festgenommen, der im Verdacht steht, seine Tätigkeit als Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes genutzt zu haben, um Waren im Wert von weit mehr als 20.000 Euro zu stehlen. Er war von seiner Firma mit der Bewachung von Renovierungsarbeiten in einem Designergeschäft am Neuen Wall betraut worden. Bereits am Montag stellten Mitarbeiter fest, dass während der Nacht das Lager des Geschäfts durchwühlt worden war – es fehlten Waren im Wert von 8000 Euro.

Am Mittwochabend beobachteten Fahnder den Mann dabei, wie Waren zum Transport bereitlegte und diese kurze Zeit später aus dem Geschäft trug. Eine Kontrolle durch die Beamten führte weitere Waren im Wert von etwa 21.000 Euro (und eine geringe Menge Marihuana) zu Tage. Ein kurzfristig erwirkter Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Mannes führte zum Auffinden weiterer höchstwahrscheinlich gestohlener Waren von noch unbekanntem Wert. Der 30-Jährige wurde dem Haftrichter zugeführt.

Erschütterndes Tierdrama auf der Veddel

13.59 Uhr: Ein besonders erschütternder Fall von Tierquälerei hat sich auf der Veddel zugetragen. Dort wurde am 22. Juli eine etwa elf Jahre alte Mischlingshündin entdeckt. die einen kindskopfgroßen, bereits aufgeplatzten Tumor am Bauch hatte. Das geschwächte, schwarz-braun gestromte Tier, das in einem grauen Hundebett in einem Grünstreifen unweit der Bahngleise ausgesetzt worden war, musste von einem Tierarzt eingeschläfert werden. Nach dessen Meinung muss die Hündin mindestens ein halbes Jahr lang starke Schmerzen gelitten haben. Der Hamburger Tierschutzverein hat Strafanzeige erstattet und bittet alle Hamburger um Mithilfe. Für Hinweise, die zur Ermittlung des Tierquälers führen, ist eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt. Hinweise bitte an die Tierschutzberatung des Hamburger Tierschutzvereins unter Tel. 21 11 06-25 (10-14 Uhr) oder per E-Mail an tierschutzberatung@hamburgertierschutzverein.de.

Polizei warnt vor Anrufen falscher Polizeibeamter

11.25 Uhr Die Polizei Hamburg weist darauf hin, dass derzeit vermehrte Anrufe "falscher Polizeibeamter" im gesamten Hamburger Stadtgebiet gemeldet werden. Im Fokus stehen hier zumeist ältere Menschen. Die Betrüger stellen sich bei ihren Anrufen bevorzugt als Polizeibeamte oder Staatsanwälte vor und nutzen den amtsimmanenten Vertrauensvorschuss, der bei diesen Berufsgruppen insbesondere noch bei älteren Mitbürgern vorhanden ist (sogenannter "Call-Center-Betrug" oder "Falscher Polizeibeamter"). Die Betrüger beziehen sich in Ihren Anrufen auf vermeintliche Einbrüche, oder andere Eigentumsdelikte in der näheren Umgebung der Senioren und geben vor, das Hab und Gut der Angesprochenen in Sicherheit bringen zu wollen.

Mehr Hamburger treten in Parteien ein

11.15 Uhr Die in der Hamburgischen Bürgerschaft vertretenen Parteien haben überwiegend Mitglieder dazugewonnen. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Landesverbänden. Den größten Zuwachs hatten die Sozialdemokraten. Ende Juni dieses Jahres hatte die SPD Hamburg 11.800 Mitglieder und damit 800 mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2017. Zum Ende des ersten Halbjahres 2018 hatten die Grünen 2000 Mitglieder, vor einem Jahr waren es noch 1650. Auch bei den Freidemokraten kletterte die Zahl von 1235 auf 1474. Aktuell haben 600 Hamburger ein AfD-Parteibuch – ein Jahr zuvor waren es etwa 545.

Bei den Linken engagieren sich derzeit 1598 Menschen, 177 mehr als Mitte 2017. Die CDU erhebt die Zahl nur zum Jahresende. „Wir konnten 2017 knapp 400 Neumitglieder begrüßen und damit einen stärkeren Zuwachs als im Vorjahr verzeichnen“, sagte der Landesvorsitzende Roland Heintze. Doch der Zugewinn konnte den Verlust nach Todesfällen und Austritten nicht kompensieren. Deshalb gab es Ende Dezember 2017 mit 7000 CDU-Mitgliedern 100 weniger als noch im Vorjahr.

Container brennt an Hauswand von Gymnasium Othmarschen

9.00 Uhr In der Nacht zu Donnerstag ist an der Hammerichstraße ein Container in Flammen aufgegangen, der an der Hauswand des Gymnasiums Othmarschen stand. Weil Zeugen den Brand früh entdeckt und gemeldet hatten, konnte die Feuerwehr ein Ausbreiten der Flammen auf das Gebäude verhindern. Nach Angaben der Feuerwehr brannte in dem 20-Fuß-Container Isoliermaterial.

Feuerwehr löscht brennenden Geldautomaten

8.28 Uhr Die Feuerwehr hat in der Nacht zu Donnerstag einen brennenden Geldautomaten in einer Bank in Harburg gelöscht. Um kurz vor 3 Uhr löste wegen des Qualms die Brandmeldeanlage der benachbarten Technischen Universität Harburg aus. Nach Angaben der Feuerwehr meldete sich parallel ein Zeuge per Notruf bei der Feuerwehr. Diese war mit 26 Einsatzkräften vor Ort. Nachdem die Flammen gelöscht waren, übergaben die Helfer die Einsatzstelle an die Polizei, die versucht nun die Brandursache zu klären.