Barrierefreiheit

Hamburger Rolltreppen stehen monatelang still

Die Rolltreppe zur Holzbrücke steht seit fast einem Jahr still

Die Rolltreppe zur Holzbrücke steht seit fast einem Jahr still

Foto: Andreas Laible / HA

Spitzenreiter ist nach einem Getriebeschaden, Lieferschwierigkeiten und Personalengpässen die Fahrtreppe, die zur Holzbrücke führt.

Hamburg. Im öffentlichen Raum in Hamburg sind zurzeit 13 Rolltreppen außer Betrieb. Die Gründe dafür reichen von Wasserschäden über defekte Motoren bis hin zur Grundüberholung. Einige der Fahrtreppen sind bereits seit Monaten nicht mehr einsatzbereit.

Absoluter Spitzenreiter ist die Rolltreppe an der Holzbrücke, die auf einen Übergang über die viel befahrene Willy-Brandt-Straße in der Innenstadt führt. Diese ist bereits seit dem 14. September des vergangenen Jahres nicht mehr in Betrieb.

Erst ein Getriebeschaden, dann Lieferengpässe

Das geht aus der Antwort des Senats auf eine schriftliche Anfrage des CDU-Verkehrsexperten Dennis Thering hervor, die dem Abendblatt vorliegt. In dieser heißt es: „Bei der Fahrtreppe Holzbrücke lag ein Getriebeschaden vor. Aufgrund von Materiallieferschwierigkeiten (...) und Personalengpässen bei der Hersteller- und Wartungsfirma konnte keine frühere Reparatur der Anlage durchgeführt werden.“

Doch es läuft immer noch nicht rund. Zwar konnte das Getriebe inzwischen getauscht werden, doch im Rahmen der Reparatur sind weitere Schäden aufgetaucht, die noch behoben werden müssen.

2017 standen fast 30 Rolltreppen mehr als vier Wochen still

Wegen der Sanierung des Zugangs ist bereits seit fast vier Monaten eine Rolltreppe an der U-Bahnhaltestelle Merkenstraße in Billstedt außer Betrieb. Die Fahrtreppe in der Station Messehallen wird seit April dieses Jahres erneuert. Die Verfügbarkeit der Rolltreppen der Hochbahn liegt im laufenden Jahr bei 97,1 Prozent. Im vergangenen Jahr standen insgesamt 29 Rolltreppen im öffentlichen Raum mehr als vier Wochen still. In den meisten Fällen wurden diese grundüberholt. Zudem fielen im vergangenen Jahr acht Fahrstühle in S- und U-Bahnstationen sowie im Hauptbahnhof für jeweils mehr als vier Wochen aus.

Für Hamburgs CDU-Vizefraktionschef Thering steht fest: „Mobilität ist ein Grundbedürfnis der Menschen in unserer Stadt. Dazu gehört es auch, dass mobilitätseingeschränkte Menschen und Eltern mit Kinderwagen ungehindert von A nach B kommen.“ Deshalb sei es wichtig, dass der Senat der Hansestadt darauf achtet, dass die Ausfallzeiten bei Rolltreppen und Fahrstühlen nur auf ein Minimum begrenzt werden und langanhaltende Defekte künftig der Vergangenheit angehören.

Thering hat allerdings noch eine weitere Forderung: „Außerdem sollte der Senat zeitnah und ständig aktualisiert über die Dauer der Ausfallzeiten von Rolltreppen und Fahrstühlen im Internet, über eine Telefonhotline und in den sozialen Medien informieren.“