HafenCity

Wer betreibt das Kongresshotel in der HafenCity?

Architektenwettbewerb für 500-Zimmer-Haus entschieden, aber . . .

HafenCity.  Der Architektenwettbewerb für ein neues Kongresshotel in der HafenCity mit mindestens 500 Zimmern und einem Konferenzsaal für bis zu 1300 Personen ist nach Abendblatt-Informationen bereits seit Ende Juni abgeschlossen. Das Projekt unweit der Elbbrücken plant die ECE gemeinsam mit der HSP Hamburg Invest GmbH. Der Siegerentwurf steht fest.

Doch bislang wurde dieser nicht öffentlich präsentiert: „Alle am Prozess beteiligten Parteien, darunter insbesondere die HafenCity Hamburg GmbH, die Stadt Hamburg und ECE, haben sich darauf verständigt, die Ergebnisse des Wettbewerbs erst dann zu veröffentlichen, wenn auch der Betreiber für das Kongresshotel feststeht und somit ein mit dem Betreiber abgestimmtes Gesamtkonzept für das Projekt vorgestellt werden kann“, sagte ECE-Sprecher Lukas Nemela und kündigte an: „Für die Auswahl eines Betreibers befinden wir uns momentan in intensiven und aussichtsreichen Verhandlungen. Diese überprüfen wir aufgrund des umfangreichen zu erwartenden Leistungsumfangs sehr sorgfältig und intensiv im Hinblick auf Aspekte wie Erfahrung, Professionalität und Finanzstärke, um eine langfristig erfolgreiche Zusammenarbeit sicherzustellen.“

Allerdings war einer Pressemitteilung der ECE im Juli vergangenen Jahres zu entnehmen: „Gespräche mit internationalen Hotelbetreibern sind schon in einer konkreten Phase. Wenn der Vertrag geschlossen ist, startet ab Anfang 2018 dann der Architekturwettbewerb.“ Dieser wurde offensichtlich ohne einen Vertragsabschluss gestartet. Mit welchen Ketten die ECE aktuell verhandelt, sagte der Sprecher nicht. Es fallen immer wieder Namen wie Hilton oder Marriott.

Nicht zum Zuge gekommen ist nach Abendblatt-Informationen die deutsche Maritim-Kette, die zahlreiche Kongresshotels betreibt: „Wir haben mit der ECE Kontakt aufgenommen, weil die HafenCity für uns ein attraktiver Standort ist. Wir haben aber keine Resonanz erhalten. Für Gespräche stehen wir nach wie vor zur Verfügung“, sagte Geschäftsführer Gerd Prochaska.