„Groko“ uneinig

Bezirksamtsleiterwahl in Harburg ist abgesagt

Die erste große Koalition in Harburg steht kurz vor ihrem Ende. Bei der Vertragsunterzeichnung im Jahr 2014 waren die Beteiligten noch zuversichtlich. (v.l.) Rainer Bliefernicht (CDU), Arend Wiese (SPD), Frank Richter (SPD), Jürgen Heimath (SPD), Claudia Loss (SPD), Ralf-Dieter Fischer (CDU), André Trepoll (CDU) und Uwe Schneider (CDU)

Die erste große Koalition in Harburg steht kurz vor ihrem Ende. Bei der Vertragsunterzeichnung im Jahr 2014 waren die Beteiligten noch zuversichtlich. (v.l.) Rainer Bliefernicht (CDU), Arend Wiese (SPD), Frank Richter (SPD), Jürgen Heimath (SPD), Claudia Loss (SPD), Ralf-Dieter Fischer (CDU), André Trepoll (CDU) und Uwe Schneider (CDU)

Foto: Rachel Wahba

Die Harburger Koalition aus SPD und CDU konnte sich nicht auf eine Kandidatin einigen. Daran könnte die „Groko“ jetzt zerbrechen.

Hamburg.  Die Harburger „Groko“, die Koalition aus SPD (19 Mandate) und CDU (14) hat sich nicht auf eine gemeinsame Kandidatin für die Bezirksamtsleiterwahl einigen können. Die für Dienstag vorgesehene Wahl ist damit von der Tagesordnung der Bezirksversammlung gestrichen. Es zeichnet sich ab, dass die Koalition darüber zerbrechen könnte. Der SPD-Kreisvorstand kommt am Mittwoch zu einer Sondersitzung zusammen, welche die Zukunft der „Groko“ berät.

Die SPD-Fraktion favorisierte die parteilose ehemalige Harburger Jugendamtsleiterin Sophie Fredenhagen als neue Bezirksamtsleiterin, die CDU die Delmenhorster Christdemokratin Petra Gerlach. Über Wochen gab es zahlreiche Sitzungen des Koalitionsausschusses um die Positionen zusammenzuführen. Erfolglos. „Ich habe den Kreisvorstand mit dem Ziel einberufen, die Koalition zu beenden“ , sagt der Harburger SPD-Kreisvorsitzende Frank Richter.

„Wir halten Sophie Fredenhagen für die am besten geeignete Bewerberin. Sie ist kompetent und wäre sofort arbeitsfähig, weil sie sich in Harburg und im Bezirksamt auskennt. Wenn die CDU hier eine Besetzung nach Parteibuch favorisiert, kann ich das nicht nachvollziehen. Und wenn wir uns in so einer wichtigen Frage nicht einigen können, wüsste ich nicht, wie die Koalition weitergehen kann.“