borgfelde

Wie sich Schüler vor Fake News schützen lernen

Im dreitägigen Workshop anSt.-Ansgar-Schule geht es um Gefahren des Internets

borgfelde.  Wie können sich Schüler vor gezielter Manipulation, Ex­tremismus und Fake News im Internet schützen? In verschiedenen Workshops vermitteln die „Smart Camps“ den Teilnehmern genau diese Kompetenzen. Schirmherr des Hamburger „Camps“ an der katholischen St.-Ansgar-Schule ist Hamburgs ehemaliger Bürgermeister Ole von Beust.

„Digitalisierung ist das große Thema der Gesellschaft, aber sehr abstrakt“, sagt von Beust. „Deswegen ist es sehr wichtig, die jungen Leute auf die Gefahren, die Chancen und die Risiken, die die Digitalisierung mit sich bringt, hinzuweisen und die Kompetenz zu vermitteln, sich verantwortungsvoll im Netz bewegen zu können.“ Zielgruppe der „Camps“ sind die Klassen sieben bis zehn. An der St.-Ansgar-Schule nimmt die Jahrgangsstufe neun vom 19. bis 21 Juni an den „Workshops“ teil. Sie werden von sogenannte Trainer geleitet, die meist selbst „YouTuber“ sind und von ihren Erfahrungen berichten. Die „Smart Camps“ wurden von einer Initiative für digitale Bildungs- und Gesellschaftsthemen, der BG3000, ins Leben gerufen. Unterstützt werden sie unter anderem von der Konrad-Adenauer-Stiftung. Deutschlandweit haben bereits 12.000 Schüler die Camps besucht.

Simone Stein-Lücke, Gründerin und Geschäftsführerin von BG3000, sieht die Workshops als Anregung. „Die Schulen machen sehr wenig in Hinblick auf digitale Bildung. Deswegen möchten wir Schüler und Lehrer inspirieren, sich dieses Themas anzunehmen und sich auch abseits der Lehrpläne zu trauen, aktiv zu werden“, sagt Stein-Lücke. Um die Digitalisierung von Schulen voranzutreiben, hat unter anderem Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) die Bundesregierung aufgefordert, den Digitalpakt schnell zu unterzeichnen.

Finanziell unterstützt werden die „Smart Camps“ von unterschiedlichsten Geldgebern, unter anderem dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms „Demokratie leben!“, aber auch von Unternehmen wie Google und kleineren Betrieben.