HAMburg

Wohnungen für Zöllner – Kritik von der Opposition

HAMburg. Die bevorzugte Vergabe von günstigen Miet- sowie Sozialwohnungen an Zollbeamten und -anwärter ist auf Kritik gestoßen. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs hatte die Kooperationsvereinbarung zwischen Zoll und Stadtentwicklungsbehörde auf den Weg gebracht. Als „Irrsinn der Woche“ und „SPD-Klientel-Klüngel“, bezeichnet die FDP-Fraktion das Vorhaben. „Es nimmt schon groteske Züge an, wenn sich die SPD inzwischen als Lobbyverband der Zollbeamten versteht und sich Kahrs als Cheflobbyist nun um ausgewählte Personen-gruppen kümmert“, sagt der FDP-Stadtentwicklungsexperte Jens Meyer.

Die Linke sprach von „Groko-Filz“. „Eine Lösung für eine einzige Berufsgruppe ist ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagt der CDU-Abgeordnete Jörg Hamann. Die Grünen betonten, dass Kooperationsvereinbarungen für unterschiedliche Berufsgruppen angestrebt würden oder für einzelne Unterkünfte schon in der Umsetzung seien – so auch für Auszubildende des öffentlichen Dienstes, für Azubis in der Pflege oder Studierende.