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Hamburger präsentieren App gegen Flugangst auf der Cebit

Viele Menschen leiden unter Flugangst (Archivfoto)

Viele Menschen leiden unter Flugangst (Archivfoto)

Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb

15 Hamburger Unternehmen sind im Juni auf der Messe zu Gast. Ein Start-up verspricht Hilfe gegen eine großes Alltagsproblem.

Hamburg. Herzrasen, Bauchschmerzen, Panikgefühle: Dies sind nur einige der Symptome, mit denen Menschen zu kämpfen haben, die unter Flugangst leiden. Dagegen hat das Hamburger Start-up Sympatient nun eine Smartphone-App entwickelt, mit der Patienten lernen sollen, mit ihrer Angst besser umzugehen. Die App beinhaltet psychologische Erklärvideos sowie Flugszenen in 3D, in die die Patienten mit einer mitgelieferten Virtual-Reality-Brille eintauchen können.

Sympatient ist eines von 15 Hamburger Start-ups, die ihre neuesten Entwicklungen auf der diesjährigen Cebit in Hannover präsentieren. Vom 11. bis 15.Juni werden die Firmen ihre Produkte auf einem Gemeinschaftsstand zeigen. Mit dabei sind auch Spezialisten wie eBlocker, die eine Lösung für anonymes Surfen und Jugendschutz auf mobilen Geräten entwickelt haben. Das Start-up alisPost arbeitet hingegen an einer nach eigenen Angaben nahezu kostenlosen, digitalen Postplattform für den formellen Briefverkehr. Weitere Aussteller sind Blockchain Solutions, FREE MEE, KONNEX, Leankoala, Loodse, Nitrobox, NOYS VR, PhraseApp, Sleekcommerce, Tenzir, VIMATO und ViperDev.

Cebit mit neuem Konzept

Die einstige Computermesse Cebit ist in den vergangenen Monaten kräftig überarbeitet worden und geht Mitte Juni mit einem radikal veränderten Konzept als "Europas Business-Festival für Innovation und Digitalisierung" an den Start. „Dass Hamburg bei der neuen Cebit von Beginn an an Bord ist, freut uns sehr", sagt Jutta Jakobi von der Deutsche Messe AG. Die Messe werde den Unternehmen, die sich in Hannover präsentierten, einen konkreten Mehrwert bringen.

Organisiert wird der Gemeinschaftsstand von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hamburg Invest. „In Hamburg basieren Unternehmensgründungen auf einer traditionell starken Wirtschaftsstruktur und einem direkten Zugang zu nationalen wie internationalen Märkten", sagt Geschäftsführer Rolf Strittmatter. Beim Gemeinschaftsstand gehe es vor allem darum, die jungen Firmen bei der Vermarktung zu unterstützen und Investoren sowie Mentoren zu finden.

Gründungshochburg Hamburg

Hamburg ist neben Berlin das Bundesland mit den meisten Gründungen. Im Schnitt sind laut KfW-Gründungsmonitor in den vergangenen Jahren von 10.000 Erwerbstätigen jährlich 207 in die Selbstständigkeit gestartet, darunter besonders viele aus dem Bereich Medien und IT-Branche.