Medizinischer Dienst

Weniger Behandlungsfehler in Hamburg und im Norden

168 Fälle wurden bestätigt, die meisten davon in der Unfallchirurgie und bei orthopädischen Operationen.

Hamburg/Kiel.  Ärzte haben im vergangenen Jahr in Schleswig-Holstein und Hamburg etwas weniger Behandlungsfehler begangen als 2016. Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung Nord (MDK Nord) bestätigten am Dienstag 168 Behandlungsfehler für 2017 – nach 187 im Jahr zuvor. Von insgesamt 3900 Verdachtsfällen filterten die Gutachter 812 stichhaltige Behandlungsfehler-Vorwürfe zur genauen Begutachtung heraus.

Deutlich weniger Fehler in Gynäkologie und Geburtshilfe

Die meisten der 168 bestätigten Behandlungsfehler wurden mit 27 Prozent in der Unfallchirurgie und bei orthopädischen Operationen festgestellt. Es folgen Behandlungsfehler in der Pflege mit 13 Prozent und in der Zahnmedizin mit rund 9 Prozent. Deutliche Rückgänge bei Behandlungsfehlern verzeichnete der MDK Nord in der Frauenheilkunde und in der Geburtshilfe: Während ihr Anteil an den bestätigten Fehlern 2016 noch 10,7 Prozent betrug, waren es im vergangenen Jahr noch 6 Prozent.