norderstedt

Nach Hinweis auf Massengrab ist Spielplatz gesperrt

norderstedt. Die Stadtverwaltung in Norderstedt hat einen Spielplatz im Stadtteil Harksheide gesperrt. Damit reagierte sie auf den Hinweis, unter der Fläche könnte sich ein Massengrab aus der Zeit des NS-Regimes befinden. Eine ältere Norderstedterin hatte berichtet, dass dort Opfer des Euthanasieprogramms verscharrt worden sein sollen. Kinder hätten in den 1960er-Jahren auf der Fläche immer wieder Knochen gefunden. Die Stadtverwaltung spricht von einer „symbolischen Sperrung“.

Wissenschaftler bezweifeln jedoch, dass Euthanasieopfer erst auf Flächen des heutigen Norderstedts transportiert und dann verscharrt wurden. Die 23 behinderten Kinder, die nachweislich ermordet wurden, seien bestattet worden, sagt Margot Löhr von der Initiative Stolpersteine.