Hamburg

Trauer um Ex-Kultursenator Wolfgang Tarnowski

Der damalige Kultursenator Wolfgang Tarnowski (l.) verleiht im Jahr 1979 dem Ex-dpa-Chefredakteur Fritz Sänger den Alexander-Zinn-Preis

Der damalige Kultursenator Wolfgang Tarnowski (l.) verleiht im Jahr 1979 dem Ex-dpa-Chefredakteur Fritz Sänger den Alexander-Zinn-Preis

Foto: picture alliance/dpa

Zwar war er nur fünf Jahre lang Senator, doch hinterließ Wolfgang Tarnowski in dieser Zeit bleibende Spuren in Hamburg.

Hamburg. Eigentlich war er Arzt und Biochemiker. Jedoch hat Wolfgang Tarnowski, von 1978 bis 1983 unter den Bürgermeistern Hans-Ulrich Klose und Klaus von Dohnanyi (alle SPD) zunächst als Wissenschafts-, dann als Kultursenator bis heute sichtbare Spuren in Hamburg hinterlassen. Der Mann mit der Fliege schob etwa die Errichtung des Heine-Denkmals auf dem Rathausmarkt und die Einrichtung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme an, ebenso den Denkmalschutz, das Kommunale Kino und die Einführung des „Hamburger Modells“ zur Filmförderung. Zudem initiierte Tarnowski den Aufbau des Museums der Arbeit und förderte die Gründung der Kulturfabrik Kampnagel.

Wie erst am Freitag bekannt wurde, starb der gebürtige Ostpreuße am 3. Mai im Alter von 87 Jahren. „Die Hamburger Kultur dankt Wolfgang Tarnowski für seine zahlreichen Verdienste und trauert um einen engagierten Politiker“, sagte Carsten Brosda (SPD), heute Senator für Kultur und Medien.