Pilotprojekt

Eimsbüttel soll ersten beleuchteten Spielplatz testen

Im Wehbers Park in Eimsbüttel wurde der Spielplatz jüngst erneuert. Licht gibt es für Mathilda  und ihre Mutter Lena Windgaßenallerdings nicht.

Im Wehbers Park in Eimsbüttel wurde der Spielplatz jüngst erneuert. Licht gibt es für Mathilda und ihre Mutter Lena Windgaßenallerdings nicht.

Foto: Michael Rauhe

SPD und Grüne im Bezirk setzen sich für Licht auf Spielplätzen ein. In den Wintermonaten seien die Plätze länger nutzbar.

Eimsbüttel.  Die Idee kam von Eimsbütteler Eltern, nun soll ein hamburgweites Pilotprojekt daraus werden: Im Bezirk soll der erste, bei Dunkelheit beleuchtete Spielplatz der Stadt getestet werden. Dafür setzen sich aktuell SPD und Grüne ein, sie fordern das Bezirksamt auf, Möglichkeiten und Kosten für die Beleuchtung zu prüfen.

Vor allem in den trüben Jahreszeiten soll der iluminierte Spielplatz berufstätigen Eltern die Möglichkeit geben, auch nach 16 Uhr mit ihren Kindern draußen zu spielen.

Mehr als 100 Spielpläte in Eimsbütttel

Mehr als 100 Spielplätze gibt es im Bezirk, in Hamburg sind es sogar mehr als 700. Doch meist sind nur die angegliederten Bolzplätze bei Dunkelheit mit Licht ausgestattet – wenn überhaupt. Sandkästen, Klettergerüste oder Schaukeln bleiben dunkel. Die Nutzung der Spielplätze sei „stark eingeschränkt, die Kinder können dort in den Wintermonaten bereits am Nachmittag nicht mehr spielen“, heißt es deshalb in dem Antrag.

Die Beleuchtung einzelner Kinderspielplätze könnte Abhilfe schaffen, meinen die Koalitionäre in Eimsbüttel. „Am besten wäre ein Test auf einem zentralen Spielplatz im eng bebauten Kern des Bezirks“, sagt Charlotte Nendza-Ammar (SPD), Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses.

Eltzern wünschen sich Spielplatz mit Licht

„Der Wunsch nach Beleuchtung kam auch von Eltern, die ihre Kinder in der Ganztagsbetreuung der Grundschulen haben. Für sie wäre es im Winter ebenfalls schön, nach 16 Uhr auf einen Spielplatz gehen zu können.“

Davor soll das Amt aber offene Fragen klären. Vor allem, mit welchen Installations- und Unterhaltungskosten zu rechnen sei und ob es rechtliche oder andere Bedenken gegen die Beleuchtung von Spielplätzen gibt. Amtsleiter Kay Gätgens wird zudem aufgefordert, gegebenenfalls einen Spielplatz als Pilotfläche zu benennen, der sich mit einer bereits vorhandenen Stromversorgung anbietet.

Anwohner sollen nicht gestört werden

Selbstverständlich sind Lichter auf Spielplätzen eher seltem. In Berlin etwa gibt es einen Passus im Grünanlagengesetz, der die Stadt von der Pflicht der Spielplatzbeleuchtung ausnimmt. Darin es heißt es: Eine Verpflichtung zur Beleuchtung der Anlagen und zur Bekämpfung von Schnee- und Eisglätte auf Plätzen und Wegen in den Anlagen besteht nicht.

„Sofern ein Pilotprojekt gestartet wird“, sagt Charlotte Nendza-Ammar, „setzen wir eher auf dezente Beleuchtung. Also kein Flutlicht oder ähnliches.“" Anwohner sollen sich durch die möglicherweise erste Beleuchtung eines öffentlichen Spielplatzes nicht gestört fühlen.