Hamburg

Motorradfahrer flieht mit 200 km/h und rast in Lkw

Der Mann fiel einer Zivilstreife der Polizei auf, weil er viel zu schnell unterwegs war

Hamburg.  Auf der Flucht vor der Polizei hat ein Motorradfahrer auf Steinwerder am Dienstagabend einen schweren Unfall verursacht. Nach Angaben eines Polizeisprechers war der 49-Jährige gegen 21.35 Uhr im Bereich des Finkenwerder Rings einer Zivilstreife aufgrund seiner viel zu schnellen und aggressiven Fahrweise aufgefallen.

Die Beamten, die eine Geschwindigkeitsmessanlage mit Videoaufzeichnung an Bord hatten, nahmen umgehend die Verfolgung auf. Trotz dichten Verkehrs beschleunigte er seine 179 PS starke Yamaha R1 immer wieder auf deutlich zu schnelle Geschwindigkeiten. An der Auffahrt auf die Köhlbrandbrücke erreichte er schon 130 km/h – erlaubt sind dort höchstens 50. Bei der Abfahrt dann, hier sind maximal 60 km/h zulässig, drehte er richtig auf: 200 Kilometer pro Stunde.

Als er beim Abbremsen ins Schlingern kam, sahen sich die Polizeibeamten aufgrund der Eigen- und Fremdgefährdung gezwungen, den Mann zu stoppen. Doch anstatt anzuhalten, gab er weiter Gas. Mit Tempo 150 flüchtete er weiter in Richtung Roßdamm und missachtete dabei an der Einmündung zum Neuhöfer Damm auch eine rote Ampel. Doch kurz hinter der darauffolgenden Linkskurve endete die Kamikazefahrt schließlich abrupt: Einen vor ihm fahrenden Sattelzug erkannte der Yamaha-Fahrer zu spät und krachte nahezu ungebremst ins Heck. Er wurde durch die Wucht des Aufpralls über das linke Ende des glücklicherweise leeren Containeraufliegers geschleudert.

Nach dem Sturz war der Mann für mehrere Minuten bewusstlos. Ein Notarzt versorgte ihn noch am Unfallort und lieferte ihn anschließend in ein Krankenhaus ein. Dass der Mann nur leicht verletzt wurde, grenzt angesichts der Umstände an ein Wunder. An dem Motorrad entstand allerdings ein Totalschaden. Die Polizei geht davon aus, dass der 49-Jährige keine gültige Fahrerlaubnis besitzt. Außerdem wurde eine Blutprobe angeordnet. Der Roßdamm blieb in Fahrtrichtung HafenCity für gut zwei Stunden gesperrt.