Hamburg

Sozialverband fordert, mehr Sozialwohnungen zu bauen

Hamburg. Anlässlich der Aufstellung des neuen Doppelhaushalts 2019/2020 fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Hamburg massive Investitionen in die soziale Infrastruktur. Unter anderem müssten „deutlich mehr als 5000 Sozialwohnungen pro Jahr“ gebaut werden, damit sich der Bestand wieder erhöhe, heißt es in einem Forderungskatalog des SoVD-Vorsitzenden Klaus Wicher. Der rot-grüne Senat verfolgt das Ziel, dass jährlich mindestens 10.000 neue Wohnungen entstehen, darunter 3000 Sozialwohnungen. Das kann angesichts des Auslaufens von Bindungsfristen aber nicht verhindern, dass der Bestand an Sozialwohnungen weiter sinkt.

Wicher verweist darauf, dass die Stadt 2017 mit fast einer Milliarde Euro Überschuss abgeschlossen hatte und die Steuerschätzung ihr kommende Woche vermutlich weitere Einnahmesteigerungen voraussagen werde: „Die Stadt hat genug Geld für soziale Verbesserungen“, so Wicher. „Wir brauchen endlich eine Politik, die Armut und soziale Spaltungen besser bekämpft.“