Eimsbüttel

Getötete Radfahrerin hinterlässt zwei kleine Kinder

Lkw überrollte die 33 Jahre alte Mutter an der Osterstraße. Fahrradfahrer demonstrieren mit liegender Mahnwache am Unfallort.

Hamburg. Bei einem schweren Unfall ist am Montagmorgen in Eimsbüttel eine Fahrradfahrerin getötet worden. Die Frau kollidierte an der Osterstraße in der Nähe der Kreuzung zum Eppendorfer Weg mit einem Kühllaster. Nach den Angaben der Polizei hat der Lkw den Eppendorfer Weg in Richtung Hoheluftchaussee befahren. Als er bei Grün rechts in die Osterstraße einbiegen wollte, überrollte er die Radfahrerin, die ebenfalls bei Grün geradeaus fahren wollte.

Wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte, erlag die 33-jährige Saskia Sch. aus Altona-Nord noch am Unfallort ihren Verletzungen, alle Reanimationsversuche blieben erfolglos. Ihre Verletzungen seien erheblich gewesen, sagte Feuerwehrsprecher Torsten Wessely. Der Lkw-Fahrer (48) wurde von Notfallseelsorgern betreut. Die Frau hinterlässt zwei Kinder, die 2009 und 2011 zur Welt kamen.

Gedenkveranstaltung am Abend

Beide Straßen wurden während der Rettungsversuche und der Unfallaufnahme komplett gesperrt. Nähere Hintergründe zu dem Unfall sind derzeit noch nicht bekannt. Der Verkehrsunfalldienst und ein Sachverständiger sollten die Unfallursache klären.

Unterdessen hat eine Privatinitiative bei Twitter eine Gedenkveranstaltung an die verstorbene Radfahrerin für 18 Uhr am Unfallort organisiert. Etwa 200 Fahrradfahrer und Fußgänger sind derzeit vor Ort. Viele haben bereits Blumen, Abschiedsbriefe und Kerzen auf einem Verteilerkasten an der Unfallstelle abgeöegt

An einem Laternenmast wurde ein sogenanntes Ghostbike befestigt. Das weiß lackierte Fahrrad stellt ein Mahnmal dar für die getötete Radfahrerin.

Diverse Demonstranten versammelten sich auf der Osterstraße zu einer liegenden Mahnwache. Die Polizei hatte die Straße für die angemeldete Mahnwache gesperrt.