Barmbek/Uhlenhorst

Ein neuer Boulevard für Hamburg – statt Schmuddelstraße

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Friederike Ulrich
So könnte die Magistrale aussehen

So könnte die Magistrale aussehen

Foto: Monokrom

Die Magistrale zwischen Alster und Bramfelder Straße soll umgestaltet werden. Mehr Grün am Einkaufszentrum „Hamburger Meile“.

Barmbek/Uhlenhorst.  Wer von der Alster Richtung Bramfeld unterwegs ist, kennt die Strecke: vier Kilometer lang führt sie vom Mundsburger Damm zur Bramfelder Straße, am Einkaufszentrum Hamburger Straße vorbei, unter den hoch gelegenen Gleisen der U-Bahn an der Dehnheide durch, immer weiter stadtauswärts. Dass diese hässliche, mehrspurige Hauptverkehrsstraße Anfang des 19. Jahrhunderts als Boulevard und Prachtstraße angelegt worden war, kann sich heute niemand mehr vorstellen.

Der Bezirk Hamburg-Nord möchte die Vergangenheit wieder aufleben lassen und die Magistrale umgestalten. Am Mittwochabend stellte das Bezirksamt vor mehr als 100 interessierten Bürgern in der Hochschule für bildende Künste am Lerchenfeld ein Gutachten vor, das besonders entlang des Einkaufszen­trums „Hamburger Meile“ mehr Grün und breitere Fußgängerwege vorsieht.

Grünstreifen zugänglich machen

„Statt Lärm und Abgasen soll es an der Magistrale künftig wieder mehr öffentlichen Raum geben“, sagt Daniel Gritz, Sprecher des Bezirksamts. Die teils achtspurige Straße solle lebenswerter werden: mit Plätzen, an denen die Menschen sich treffen können, aber auch mit neuen Wohnungen. Eine Idee sei, den ungenutzten Grünstreifen in der Mitte der Hamburger Straße zugänglich zu machen. Das könne ermöglicht werden, indem man die jeweils vier Fahrbahnen zusammenlege und auf der dann frei werdenden Fläche einen Boulevard anlege. Ferner sei denkbar, die Wohnquartiere hinter dem Einkaufszentrum mit Durchgängen anzubinden. Außerdem sollen die Nebenflächen für Fußgänger und Radfahrer verbreitert und verbessert werden.

Das Leitbild für die Magistrale, an der 800 Bäume gepflanzt werden sollen, wurde unter Beteiligung von interessierten Bürgern, Experten unterschiedlicher Fachdisziplinen, Eigentümern, den örtlichen Akteuren und der Politik entworfen. Sobald es nach der Sommerpause von Stadtentwicklungsausschuss und Bezirksversammlung beschlossen worden ist, wird es für alle Projekte der nächsten Jahre richtungweisend sein und muss in allen neuen Bebauungsplänen und bei Straßenumbauten aufgegriffen werden.

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