Hamburger Polizei

CDU: Autos filmen, die keine Rettungsgasse bilden

Eine sogenannte Dash-Cam, befestigt an der Windschutzschreibe, filmt den Verkehr aus einem Auto

Eine sogenannte Dash-Cam, befestigt an der Windschutzschreibe, filmt den Verkehr aus einem Auto

Foto: dpa

Neben der CDU befürwortet auch der ADAC Hansa den Einsatz von Dashcams prinzipiell: Gesamtgesellschaftliches Umdenken nötig.

Hamburg.  Die Hamburger CDU-Bürgerschaftsfraktion hat sich für den Einsatz sogenannter Dashcams bei der Polizei ausgesprochen, um Rettungsgassen-Verweigerer zu überführen. Wie ein Sprecher der Fraktion jetzt sagte, herrsche Unverständnis, warum die Videotechnik nur in einem Pilotprojekt in Nordrhein-Westfalen eingesetzt werde und nicht auch in Hamburg. „Die Technik ist vorhanden und sollte auch genutzt werden, da Unwissen nur bei den wenigsten Rettungsgassen-Verweigerern der Grund ihres Verhaltens ist“, sagte Fraktionssprecher Stefan Weidelich.

ADAC will abwarten

Nach Angaben der Polizei ist in Hamburg nicht geplant, Streifenwagen mit Dashcams (Armaturenbrett-Kameras) auszustatten. Die Streifenwagen seien zwar bereits überwiegend mit Videotechnik ausgerüstet, diese diene aber nicht der Dokumentation von Verkehrsverstößen, sondern der Eigensicherung der eingesetzten Polizeibeamten.

Neben der CDU befürwortet auch der ADAC Hansa den Einsatz von Dashcams prinzipiell. „Mit Projekten wie in Nordrhein-Westfalen kann man auf das Thema aufmerksam machen“, sagte ein Sprecher. Der Automobilclub wolle aber erst einmal die Ergebnisse des Pilotprojekts abwarten. Zudem betonte der ADAC-Sprecher, dass man mit der Verfolgung von Autofahrern, die sich hartnäckig weigern, eine Rettungsgasse frei zu halten, nur einen Teil des Problems anpacke. Ein gesamtgesellschaftliches Umdenken sei nötig.

( lno )

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