Universität Hamburg

Gebäude wieder zugänglich – aber die Besetzung geht weiter

Der Pferdestall, das Gebäude des Fachbereichs Sozialökonomie am Allende-Platz, ist Dienstag durch Studierende besetzt

Der Pferdestall, das Gebäude des Fachbereichs Sozialökonomie am Allende-Platz, ist Dienstag durch Studierende besetzt

Foto: Axel Heimken / dpa

Trotz eines Angebots des Uni-Präsidenten bleiben die Fronten verhärtet. Auslöser des Protests waren finanzielle Kürzungen.

Hamburg.  Die Studierenden des Fachbereichs Sozialökonomie an der Universität Hamburg haben das am Dienstag besetzte Gebäude nach Angaben der Hochschule am Donnerstag wieder zugänglich gemacht. Wie eine Sprecherin der Universität mitteilte, sind die Studierenden schriftlich auf ein Finanzierungsangebot des Präsidenten eingegangen.

Das Gebäude auf dem Campus in Hamburg-Rotherbaum sei für Studierende, Lehrende und Verwaltungspersonal wieder frei zugänglich. Der reguläre Lehrbetrieb werde voraussichtlich am Montag wieder aufgenommen und könne zur Not in ein anderes Gebäude verlegt werden.

Auslöser der Proteste waren Kürzungen bei der Orientierungseinheit (OE) um rund 60 Prozent. In der Orientierungswoche werden die Studierenden über Inhalte und Anforderungen ihres Fachbereichs informiert.

Studierende: Besetzung nicht beendet

Präsident Dieter Lenzen und die zuständige Dekanin hatten den Besetzern vorgeschlagen, dass die Uni für den Fort­bestand der OE von den geforderten 60.000 Euro pro Jahr (zwei Semester) 45.000 Euro bereitstellt und dass der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) 15.000 Euro dazugibt.

Die Studierenden betonen jedoch, dass die Besetzung nicht beendet sei. „Das Gebäude bleibt bis mindestens Freitag besetzt“, sagte Annika Trommeter am Donnerstag als Beteiligte an der Aktion. Danach wolle man bei einer Vollversammlung über das weitere Vorgehen entscheiden.

Für Freitag (15 Uhr) hat die Gruppe „HWP besetzt“ zu einer Demonstration „Bewegung für kritische Bildung statt Kürzung“ aufgerufen.

( dpa/lno/HA )

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