Klostertor

FDP-Chefin Suding setzt auf Ampel oder Jamaika 2020

Klostertor. Die FDP setzt nach der Bürgerschaftswahl 2020 auf eine Regierungsbeteiligung im Rathaus. „Nach aktueller Umfragelage hat Rot-Grün keine Mehrheit mehr. Wir sollten uns darauf einstellen, dass es auch in Hamburg in Zukunft nicht mehr für Zweier-Bündnisse jenseits einer Großen Koalition reichen könnte“, sagte FDP-Landeschefin Katja Suding laut Redemanuskript zu Beginn des Landesparteitages am Freitagabend in der Freien Akademie der Künste am Klosterwall.

„Wir sollten vor der Wahl keine Bündnisse ausschließen – außer mit der AfD und der Linken – und als selbstbewusste eigenständige Kraft auftreten“, so die Bundestagsabgeordnete. Es gebe gute Vorbilder für eine Regierungsbeteiligung der Liberalen in anderen Ländern. „In Rheinland-Pfalz die Ampel, in Schleswig-Holstein Jamaika: Beide regieren sehr erfolgreich“, sagte Suding. „Ein nicht unwesentlicher Grund dafür ist das grundsätzliche Vertrauen zwischen den doch sehr unterschiedlichen Partnern.“ Genau das habe bei den Jamaika-Verhandlungen im Bund gefehlt.

Suding warnte davor, die SPD zu unterschätzen. „Ich finde nicht, dass wir uns jetzt darüber freuen sollten, bei der nächsten Bürgerschaftswahl einen vermeintlich schwachen Gegner zu haben – so wie es die CDU ganz öffentlich tut“, sagte Suding. Die Liberalen könnten es auch mit einem starken Gegner aufnehmen. „Das spornt uns erst richtig an“, sagte die Landeschefin.