Polizei

Auszeichnung für Soko „Castle“-Chefin Alexandra Klein

Kriminaloberrätin Alexandra Klein mit der ihr verliehen Ehrenmedaille

Kriminaloberrätin Alexandra Klein mit der ihr verliehen Ehrenmedaille

Foto: André Zand-Vakili

Seit der Einführung der Soko „Castle“ hat sich die Einbruchskriminalität in der Stadt nahezu halbiert. Auf Klein folgt Neumann.

Winterhude.  Exakt 1641 Einbrüche hat die Hamburger Polizei im ersten Quartal in der Hansestadt registriert. Zur Hochzeit, 2015 und 2016, waren es noch mehr als 3000 Taten. Damit hat sich in dieser Zeit der Soko „Castle“ die Einbruchskriminalität in der Stadt nahezu halbiert. Das findet selbst die Polizei besonders bemerkenswert. Polizeipräsident Ralf Martin Meyer verlieh der scheidenden Chefin, Kriminaloberrätin Alexandra Klein, dafür die Ehrenmedaille der Hamburger Polizei. Nebenbei verriet Meyer noch, dass die Kriminalität auch in diesem Jahr insgesamt zurückgehe. Denn im ersten Quartal dieses Jahres ist die Zahl der Wohnungseinbrüche im Vergleich zu den Vorjahreszeiträumen wieder deutlich unter 2000 gefallen.

Es ist so etwas wie der vorläufige Höhepunkt der Einbruchsbekämpfung in Hamburg, an dem die Soko „Castle“ zum LKA 19 und die Leitung von Kriminaloberrätin Alexan­dra Klein in die Hände von Kriminalrat Michael Neumann gelegt wird. Klein wird jetzt Chefin der Abteilung 4 im Landeskriminalamt, zu der unter anderem die Mordkommission, das Sittendezernat oder die Brander­mitt­lung gehören. Das ist ein Karrieresprung, der auch ihre Beförderung zur Kriminaldirektorin in greifbare Nähe rückt.

Bei allem Jubel gibt es auch Kritik

Ihr Nachfolger Michael Neumann hat künftig eine Menge Arbeit vor sich. Denn bei derart niedrigen Zahlen weiterhin Erfolge bei der Einbruchbekämpfung präsentieren zu können, wird kein Selbstgänger. Das LKA 19 wird allerdings für die Zukunft mehr Kompetenzen bekommen und seine Arbeit ausweiten. Dort werden nicht nur Taten von Serieneinbrechern, sondern alle in Hamburg begangenen Einbrüche analysiert.

Bei allem Jubel gibt es auch einen Hauch von Kritik: Klemens Burzlaff, stellvertretender Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, moniert, dass die operativen Kräfte, also die eigenen Fahnder des LKA 19, Beamte sind, die von den Wachen abgezogen wurden. Für diese Aufgabe, so Burzlaff, müssten eigene Stellen geschaffen werden.