Ermittlungen

Razzia bei Chef der Kripogewerkschaft in Hamburg

Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat am Montagmorgen im Betrugsverfahren gegen André Schulz, Chef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), eine Razzia veranlasst

Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat am Montagmorgen im Betrugsverfahren gegen André Schulz, Chef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), eine Razzia veranlasst

Foto: picture alliance/dpa

Im Betrugsverfahren gegen André Schulz hat die Hamburger Staatsanwaltschaft auch das Privathaus des BDK-Chefs durchsucht.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat nach Informationen des "Spiegel" am Montagmorgen im Betrugsverfahren gegen André Schulz, Chef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), eine Razzia veranlasst. Demnach durchsuchten Ermittler zunächst das Privathaus des Beschuldigten in Hamburg und später die Geschäftsstelle des BDK in Berlin. Zuständig sei das Dezernat Interne Ermittlungen, eine Spezialdienststelle in Hamburg.

Schulz wird seit Januar 2014 zu 50 Prozent von der Hamburger Polizei bezahlt. Der Erste Kriminalhauptkommissar arbeitet aber zu 100 Prozent für die Gewerkschaft, wie er bei Bekanntwerden der Affäre im vergangenen März erklärte. Polizeipräsident Ralf Martin Meyer hatte daraufhin entschieden, diese Praxis umgehend zu beenden. Anfang November vergangenen Jahres hatte Oberstaatsanwältin Nana Frombach dem Abendblatt bestätigt, dass gegen Schulz „und weitere Personen“ ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Betrugs eingeleitet wurde.