Tarifstreit

Warnstreiks bei der Telekom in Hamburg

Warnstreiks bei der Telekom (Symbolbild)

Warnstreiks bei der Telekom (Symbolbild)

Foto: dpa

Die Konzernspitze legte Ver.di ein erstes Angebot vor, lag hiermit aber noch weit entfernt von den Forderungen der Gewerkschaft.

Hamburg.  Im Tarifkonflikt bei der Telekom deutet sich keine schnelle Einigung an. Die Konzernspitze legte am Donnerstag bei ihren Verhandlungen mit der Gewerkschaft Ver.di ein erstes Angebot vor, lag hiermit aber noch weit entfernt von den Forderungen der Gewerkschaft. Während Ver.di ein Gehaltsplus von 5,5 Prozent in einem 12 Monate gültigen Tarifvertrag fordert, bietet die Telekom in einem 28 Monate gültigen Papier zunächst ein Plus von zwei Prozent und später von 1,7 Prozent.

„Gute Planungssicherheit“

Die zuständige Telekom-Personalchefin, Simone Thiäner, sagte mit Blick auf die lange Laufzeit: „Damit bieten wir sowohl unseren Beschäftigten als auch unserem Unternehmen eine gute Planungssicherheit.“ Ver.di war wenig begeistert. Man halte das Angebot „für nicht akzeptabel“ und fordere eine deutliche Nachbesserung, sagte Arbeitskampfleiter Peter Praikow. Zum Vergleich: Der Ende Januar abgelaufene Tarifvertrag ging über 24 Monate, er enthielt eine Erhöhung von zunächst 2,6 Prozent für die unteren Entgeltgruppen und 2,2 Prozent für höhere Gruppen. Im zweiten Jahr bekamen alle Betroffenen 2,1 Prozent mehr.

Schwerpunkt war die Technik

In dem aktuellen Tarifkonflikt setzt Ver.di inzwischen auf Warnstreiks, am Donnerstag rechnete die Gewerkschaft mit 5500 Teilnehmern an vorübergehenden Arbeitsniederlegungen. Schwerpunkt war die Technik – auch in Hamburg; also vor allem Telekom-Mitarbeiter, die neue Kabel an Straßen verlegen. Die Kundenhotline und der Außendienst, die in Häusern Leitungen freischalten, wurden zwar ebenfalls bestreikt, aber nicht so stark wie die Technik. Die vierte Verhandlungsrunde ist für den 11. und 12. April in Nordrhein-Westfalen geplant. Bis dahin dürfte Ver.di versuchen, mit Warnstreiks den Druck hochzuhalten.