Hamburg

Der Porsche-Freak und das Supermodel

Und für Moderator Michel Abdollahi gab es schon um 10 Uhr Bier

Hamburg.  Morgens um 10 Uhr trat Moderator Michel Abdollahi bereits mit einem Bier in der Hand auf die Bühne. Ein Sänger des Shanty-Chors, der den ganzen Tag lang auf der Online-Marketing-Rockstars-Konferenz (OMR) immer mal wieder auftrat, hatte es ihm in die Hand gedrückt: „So früh schon ein Bier, das kann ja hier und heute nur ein sehr guter Tag werden. Vergangenes Jahr um diese Zeit war der Platz hier vor der Bühne noch leer, nun ist es brechend voll, wow!“

Als Magnus Walker auftrat, dachte man zuerst: Oh, wer ist das denn? Hat der sich in der Messe geirrt? Nein, ganz im Gegenteil: Walker ist der bekannteste Porsche-Freak der Welt, der mit seiner Leidenschaft viel Geld verdient hat. „Viele haben mir gesagt, ich solle meine Haare schneiden und einen vernünftigen Beruf erlernen. Ich habe beides bis heute nicht getan und bin dennoch erfolgreich.“ Porsche lässt den Mann immer wieder in seinen Autohäusern auftreten, der nach allem aussieht, nur nicht nach einem Porschefahrer. Was man bei den Online Marketing Rockstars also lernen kann: Vertraue nicht deiner ersten Einschätzung. Hinter jedem Stoffel kann ein genialer Typ stehen. Und Businesspläne werden überschätzt: „Ich hatte so etwas nie“, sagte Walker. „Aber ich hatte Leidenschaft, die kann man nicht konstruieren. Und es kommt darauf an, seine Chancen zu nutzen.“

Model und Moderatorin Lena Gercke erzählte, warum sie mit About You, einem Unternehmen des Otto-Konzerns, zusammenarbeitet: „Als Model kam ich immer nur zum Shooting und präsentierte Kleider, ich war nie in den Design-Prozess eingebunden, das wollte ich ändern, ich wollte eine Marke aus mir heraus erschaffen. Als Model funktionierst du, ich wollte mitbestimmen.“

Sie versteht nicht genau, warum Menschen wie sie heute immer noch von manchen belächelt werden: „Natürlich, wir operieren nicht am offenen Herzen, aber es ist Arbeit von morgens bis abends, die wir machen. Man muss viel Zeit investieren, um groß zu werden.“

Gercke selbst setzt auf langfristige Zusammenarbeiten mit einer Marke, es brächte nichts, heute ein Foto eines Produktes und morgen eines der Konkurrenz zu posten. „Marken haben Glaubwürdigkeit verdient.“

Zu Social Media sagt die Moderatorin: „Man hat das Gefühl, Social Media sei überall. Aber TV ist immer noch die Nummer eins, wenn es um Reichweite geht.“