Nienstedten

Kommandeur verlässt schon wieder die Führungsakademie

Nach knapp einem Jahr: Admiral Carsten Stawitzki geht nach Berlin

Nienstedten. Er kam, krempelte viel um in der Führungsakademie der Bundeswehr und verabschiedet sich nun schon wieder gen Berlin: Denn Admiral Carsten Stawitzki klettert weiter die Karriereleiter empor und wechselt ins Bundesministerium für Verteidigung. Dort wird der 51-Jährige künftig für den Bereich Ausrüstung verantwortlich sein – angesichts der negativen Schlagzeilen der vergangenen Monate kein einfacher Bereich. Doch das kennt Stawitzki.

Anpacken und umkrempeln sollte er auch, als er im August 2016 der neue Mann an der Spitze der Führungsakademie wurde. Sein Auftrag: Die „Schmiede der Führungselite“ sollte deutlich moderner, inhaltlich wie auch strukturell neu ausgerichtet werden. Seit seinem Amtsantritt hat er viel bewegt. Die wohl größte Leistung Stawitzkis: Er setzte durch, dass die Akademie deutlich ausgebaut wird. Laut Abendblatt-Informationen hat das Ministerium rund 100 zusätzliche Stellen genehmigt, um das erarbeitete Zukunftskonzept umzusetzen. Zum Vergleich: Derzeit verfügt die höchste Ausbildungsstätte der Bundeswehr über ein Stammpersonal von rund 470 Mitarbeitern.

Mit den nun zusätzlich genehmigten Stellen soll beispielsweise die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit erweitert werden. Die meisten Stellen werden dem neuen Bereich der Denkfabrik als Forum für Wissens-, Erkenntnis- und Erfahrungsaustausch zugeschlagen. Denn ein wichtiges Zukunftsziel ist es, dass die Akademie zukünftig einen gezielten Beitrag zur Verbesserung der Strategiefähigkeit der Bundesregierung leistet.

Die Umsetzung des beschlossenen Akademieausbaus muss Stawitzki nun einem anderen überlassen. „Die Zeit an der Führungsakademie habe ich als sehr erfüllend erlebt. Sehr gerne wäre ich noch länger hiergeblieben. Natürlich freue ich mich auch auf die neuen Herausforderungen“, so Stawitzki. Bereits kurz nach Ostern wird er seinen Job in Berlin antreten. Wer sein Nachfolger wird, ist noch unklar.