Geldtransport

Zwei Millionen Euro weg: Entlassungen bei Sicherheitsfirma

Die Polizei suchte auch mit Spürhunden nach den verschollenen Millionen – vergebens

Die Polizei suchte auch mit Spürhunden nach den verschollenen Millionen – vergebens

Foto: tvnewskontor

Nachdem der Millionenbetrag auf der Fahrt von Hamburg nach Kiel verschwand, hat sich die Firma von mehreren Mitarbeitern getrennt.

Hamburg. Nachdem Ende Januar bei einem Geldtransport von Hamburg nach Kiel 2,3 Millionen Euro spurlos verschwunden waren, hat die Sicherheitsfirma Prosegur Konsequenzen gezogen: Die beiden Fahrer des Geldtransporters und ein Mitarbeiter aus der mittleren Führungsebene wurden entlassen, wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Kiel berichtet.

Am Nachmittag des 24. Januar waren die Männer von einem Prosegur-Depot in Hamburg losgefahren, sie sollten das in drei Kassetten verstaute Geld nach Kiel-Meldorf zu einer Zweigstelle des Unternehmens bringen. Doch dort kam der Millionenbetrag niemals an. Die Fahrer legten zwei außerplanmäßige Pausen ein: Am Rastplatz Rehbrook-Ost bei Tremsbüttel an der A21 gegen 15.30 Uhr. Und kurz darauf um 16.30 Uhr an einer Tankstelle in Kirchbarkau an der B404.

In Tremsbüttel soll einer der Fahrer über Unwohlsein geklagt und das Fahrzeug verlassen haben. An der Tankstelle, so heißt es, sollen sogar beide den Transporter verlassen haben. Das Fahrzeug verfügt über die übliche Sicherheitsausstattung bei Geldtransportern wie GPS-Überwachung, Kameras und ein Schließsystem, das aus der Zentrale überwacht wird.

65.000 Euro Belohnung

Für die Kriminalpolizei sind die zwei Pausen der Fahrer der Ermittlungsschwerpunkt, das Unternehmen selbst hat bereits Anfang Februar Belohnungen in einer Gesamthöhe von 65.000 Euro ausgelobt: 15.000 Euro für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen und 50.000 Euro für die Wiederbeschaffung des Geldes – bisher ohne Erfolg. Zwar gibt es laut "Kieler Nachrichten" bei der Staatsanwaltschaft bisher keinen hinreichenden Tatverdacht, jedoch führt sie die Fahrer als Beschuldigte.