Rahlstedt

Verkehrsinfarkt durch neues Gewerbegebiet in Rahlstedt?

Rahlstedt.  In Rahlstedt, Hamburgs bevölkerungsreichstem Stadtteil mit seinen rund 90.000 Einwohnern, droht eine dramatische Verkehrsbelastung. Im Osten des Stadtteils plant die Stadt gemeinsam mit Schleswig-Holstein ein neues Gewerbegebiet auf einer bislang überwiegend landwirtschaftlich genutzten Fläche nordöstlich der Stapelfelder Straße.

Wenn die Pläne verwirklicht werden, wächst das Verkehrsaufkommen erheblich. Allein für die Stapelfelder Straße werden täglich zusätzliche 2500 Fahrten von der Landesgrenze bis zur Einmündung Großlohering und 2250 zusätzliche Fahrten von der Einmündung Großlohering bis zur Rahlstedter Straße angenommen. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine schriftliche Kleine Anfrage des Rahlstedter CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Karl-Heinz Warnholz hervor.

Der Senat hält ein weiteres Verkehrsgutachten für die weiterführenden Straßen (unter anderem Meiendorfer Straße, Alter Zollweg, Rahlstedter Bahnhofstraße, Scharbeutzer Straße) für nicht notwendig. Die Bereiche seien „nicht oder nur unwesentlich betroffen“.

Dazu Karl-Heinz Warnholz: „Die zusätzlichen verkehrlichen Belastungen der Gewerbegebiete durch Rahlstedt werden vom Senat nicht richtig eingeschätzt und bedürfen weiterer Untersuchungen.“ Das gemeinsam mit den Bürgern entwickelte Leitbild „Große Heide“ spiele für das Bebauungsplanvorhaben Rahlstedt 131 keine Rolle mehr. Hier hätten der Senat und das Bezirksamt Wandsbek verschiedene Ansichten, die geklärt werden müssten, so Warnholz.

Das Plangebiet ist Teil einer interkommunalen Gewerbegebietsentwicklung von Hamburg und der Gemeinde Stapelfeld. Nach Senatsangaben soll durch das Projekt im Grenzbereich zwischen dem Bezirk Wandsbek und dem Kreis Stormarn eine gemeinsame Entwicklung ermöglicht werden.