Kriminalität

Weniger Fahrraddiebstähle in Hamburg – leider nicht überall

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André Zand-Vakili
Ein Gewerbegrundstück in Rothenburgsort im April 2017: Polizisten entdeckten an der Billstraße ein Lager mit vermutlich gestohlenen Fahrrädern

Ein Gewerbegrundstück in Rothenburgsort im April 2017: Polizisten entdeckten an der Billstraße ein Lager mit vermutlich gestohlenen Fahrrädern

Foto: Andre Zand-Vakili

Während sich die Zahl der gestohlenen Räder in Bergedorf fast halbiert, nehmen die Taten in den Walddörfern sogar zu.

Hamburg.  Die Zahl der Fahrraddiebstähle in Hamburg hat im vergangenen Jahr deutlich abgenommen. Mit 14.470 Taten registrierte die Polizei fast 3000 Fälle weniger als im Vorjahr. Das ist ein Rückgang um 17 Prozent.

Die Abnahme ist aber sehr ungleich über die Stadtteile verteilt. Während sich im Bezirk Bergedorf die Zahl der Fahrraddiebstähle nahezu halbierte, war der Rückgang im Bezirk Eimsbüttel mit lediglich 12,8 Prozent unterdurchschnittlich. Noch schlechter schnitt der Bezirk Wandsbek mit einem Rückgang von nur 8,8 Prozent ab.

Gerade dort, wo schon in den vorigen Jahren viele Fahrräder gestohlen wurden, ließen sich die Diebe auch im Jahr 2017 weniger abschrecken als in übrigen Teilen von Hamburg. Das trifft neben dem Bezirk Eimsbüttel auch für den Bezirk Nord zu, wo mit 2722 die meisten Räder gestohlen wurden.

Die Hochburg der Fahrraddiebe bleibt aber der Stadtteil Eimsbüttel. 986 Fahrräder kamen dort vergangenes Jahr weg. Das sind 164 weniger als im Vorjahr. Der Rückgang der Taten ist mit 14,5 Prozent aber auch unterdurchschnittlich. Deutliche Rückgänge gab es in dem Bezirk jedoch in den Stadtteilen Eidelstedt mit 37,5 Prozent und Lokstedt mit 35 Prozent.

In Rahlstedt nahmen die Taten um fast zwölf Prozent zu

Im Bezirk Wandsbek sind vor allem die Walddörfer – also Stadtteile wie Volksdorf, Bergstedt, Lemsahl-Mellingstedt und Duvenstedt – gegen den Trend sogar von einer Zunahme der Fahrraddiebstähle betroffen. Auch in Rahlstedt nahm die Zahl der Fahrraddiebstähle um fast zwölf Prozent zu. In den Stadtteilen mit immer noch recht hohen Fallzahlen, wie Eilbek, Wandsbek und Poppenbüttel, wurden dagegen starke Rückgänge verzeichnet.

Im Bezirk Mitte nimmt die Zahl der Fahrraddiebstähle vor allem in der Altstadt zu. Dort wurden 334 Fahrräder gestohlen, 84 mehr als im Vorjahr. Deutliche Rückgänge gab es dagegen in Hamm, Borgfelde und Horn. Dort haben sich die Fallzahlen ähnlich wie im Bezirk Bergedorf fast halbiert.

Bergedorf und Harburg spielen untergeordnete Rolle

Im Bezirk Altona ging vor allem im Stadtteil Ottensen der Fahrraddiebstahl stark zurück. 413 Räder wurden dort 2017 gestohlen. Das sind 207 weniger als im Vorjahr. Auch in den angrenzenden Stadtteilen wie Bahrenfeld verzeichnete die Polizei weniger Fahrraddiebstähle. Gegen den Trend wurden in Niendorf 12,7 Prozent mehr Taten angezeigt. Der außergewöhnlich große Rückgang im Bezirk Bergedorf liegt vor allem an der Entwicklung in den Stadtteilen Bergedorf und Lohbrügge: 331 Fahrräder weniger als 2016 wurden dort im vorigen Jahr gestohlen – das sind rund 50 Prozent weniger.

Auch im Bezirk Harburg beruht der Rückgang um 26,4 Prozent auf der Entwicklung in seinem Kerngebiet. Insgesamt spielen Bergedorf und Harburg eine untergeordnete Rolle. In beiden Bezirken wurden zusammen genommen immer noch weniger Räder gestohlen als im Stadtteil Eimsbüttel.

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