Hamburg

Budni und Edeka gründen Firma – das steckt dahinter

Budni-Chef Cord Wöhlke blickt besseren Zeiten entgegen

Budni-Chef Cord Wöhlke blickt besseren Zeiten entgegen

Foto: Budnikowsky

Über die Zusammenarbeit wird schon seit einem Jahr verhandelt. Schon in den nächsten zwei Monaten könnte es losgehen.

Hamburg. Seit einem Jahr wird darüber geredet, jetzt startet die Zusammenarbeit zwischen der Hamburger Drogeriemarktkette Budnikowsky und Edeka. Die Verträge für das neue Gemeinschaftsunternehmen sind unterschrieben, unter dem Namen BUDNI Handels- und Service GmbH & Co. KG ist es im Hamburger Handelsregister eingetragen.

Die Geschäftsführung übernimmt Julia Wöhlke aus der Inhaber-Familie, als Prokurist ist ihr jüngerer Bruder Nicolas Wöhlke eingetragen. Nach Informationen des Abendblatts soll die Firma die operative Arbeit binnen der nächsten zwei Monate aufnehmen. Edeka ist an der Neugründung mit 25,1 Prozent beteiligt. Das Kartellamt hatte 2017 grünes Licht für die Allianz gegeben.

Schon jetzt arbeiten Hamburgs führende Drogeriekette und Deutschlands größeres Einzelhandelsunternehmen beim Einkauf von Drogerieartikeln zusammen. Das soll ausgebaut werden.

Was Budni und Edeka erwarten

Budni verspricht sich dadurch bessere Konditionen bei den Lieferanten. Zuletzt hatte der Konkurrenzkampf mit den Branchengrößen dm und Rossmann den Hamburgern mehrere Verlustjahre beschert. Auch IT, E-Commerce, Verwaltung und Logistik wurden in das neue Unternehmen überführt.

Edeka hat angekündigt mit der Expertise der Drogeriemarktkette, den Grundstein für eine bundesweite Drogeriemarktkette legen zu wollen. Zu weiteren Details schweigt der Lebensmittelhändler.

Dagegen gibt es bei Budnikowsky unter der Geschäftsführung von Cord und Christoph Wöhlke sehr konkrete Zukunftspläne. Die Drogeriemarktkette will sich überregional als Marke ausbreiten. Noch 2018 soll die erste Filiale außerhalb Hamburgs eröffnen. Dabei gilt Berlin als wahrscheinlichste Option. Insgesamt soll es pro Jahr zehn neue Standorte geben.