Eppendorf

FDP fordert 3-D-Zebrastreifen für Eppendorf

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Kreuzung Tarpenbekstraße/Martinistraße wird nach Unfällen umgebaut. Doch den Liberalen reicht das nicht

Eppendorf. Anwohner sind in Aufruhr, Eltern in Sorge um ihre Kinder: Bereits seit Wochen klagen Menschen, die die neu gestaltete Kreuzung Tarpenbekstraße/Martinistraße häufig nutzen, über die Ampelschaltung mit der verlängerten Grünphase. Zwar hat die Polizei den Verkehrsknoten in Eppendorf bisher als unauffällig bewertet. Doch nach mehreren zum Teil schweren Unfällen ist nun auch die Kommunalpolitik alarmiert. Die Bezirkspolitiker setzen sich nun dafür ein, dass an der Kreuzung nachgebessert wird.

Rote eingefärbte Fahrradwege und Blinklichter für abbiegende Autos sollen die Kreuzung vor allem für Radfahrer und Fußgänger sicherer machen. „Das hat die Polizei bereits zugesagt“, sagt Thomas Domres, SPD-Fraktionsvorsitzender in Hamburg-Nord.

Kürzlich habe es mit der Bezirkspolitik einen Vor-Ort-Termin gegeben. „Durch den Umbau ist die Kreuzung besser geworden als vorher, aber nicht gefahrfrei“, sagt Domres. „Deshalb wird jetzt nachgebessert.“ Die geplanten Blinklichter für abbiegende Fahrzeuge sollen für einen Aufmerksamkeitsschub sorgen – und dafür, dass die Autofahrer ihr Tempo drosseln, wenn sie um die Kurve fahren.

Der FDP-Fraktion im Bezirk Hamburg-Nord reicht das nicht aus. Sie fordert, dass an der Kreuzung Martinistraße/Tarpenbekstraße testweise ein 3-D-Zebrastreifen aufgebracht wird. Das Abendblatt hatte kürzlich über solche Zebrastreifen berichtet. „3-D-Zebrastreifen stellen eine optische Hürde dar und veranlassen Autofahrer dazu abzubremsen“, sagt Claus-Joachim Dickow, verkehrspolitischer Sprecher der FDP in der Bezirksversammlung. Dadurch werde die Aufmerksamkeit auf die Kreuzung, die Fußgänger und Radfahrer gelenkt. „Damit kann die Zahl der Unfälle deutlich gesenkt werden“, ist der FDP-Politiker überzeugt.

Der Verkehrsexperte der Liberalen weist darauf hin, dass in anderen Ländern wie Österreich und Island mit den 3-D-Zebrastreifen bereits gute Erfahrungen gemacht worden seien. Claus-Joachim Dickow: „Wir fordern deshalb, dass an der Kreuzung Martinistraße/Tarpenbekstraße derartige 3-D-Ze­brastreifen als Modellversuch aufgebracht werden und haben einen entsprechenden Antrag für die März-Sitzung der Bezirksversammlung Hamburg-Nord eingebracht.“

( coe )

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