Hamburg

Helmut-Schmidt-Stiftung noch ohne Geschäftsführer

Hamburg.  In der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung gibt es offenbar Querelen. Mehr als ein Jahr nach der Gründung hat sich das Aufsichtgremium unter dem Vorsitz des ehemaligen Bundesfinanzministers Peer Steinbrück (SPD) immer noch nicht auf einen Geschäftsführer geeinigt. Das berichtet der „Spiegel“. Damit bleibe auch der Vorstand unvollständig, weil auch der Geschäftsführer dazuzähle. Zudem gebe es den in der Satzung vorgesehenen internationalen Beirat noch nicht.

Die Stiftung war am 1. Januar 2017 vom Deutschen Bundestag gegründet und mit Bundesmitteln von jährlich 2,5 Millionen Euro ausgestattet worden. Laut „Spiegel“ droht wegen des Stillstands nun ein indirekter Zuschuss der Bürgerschaft über 50.000 Euro zu verfallen. Die Stiftung wehrt sich gegen den Vorwurf der Untätigkeit mit Verweis auf ihre Präsenz in den sozialen Medien.

Zum Stiftungskuratorium gehören neben Steinbrück die Tochter des Altkanzlers, Susanne Schmidt, die Journalisten Sandra Maischberger und Giovanni di Lorenzo sowie die Hamburger Bundestagsabgeordneten Dirk Fischer (CDU) und Johannes Kahrs (SPD).

Zum 100. Geburtstag des Altkanzlers am 23. Dezember ist in Hamburg eine Foto-Ausstellung geplant.