Hamburg

Was macht der nackte Russe in der HafenCity?

Andrey Kuzkin bei seiner Kunstaktion am Donnerstag

Andrey Kuzkin bei seiner Kunstaktion am Donnerstag

Foto: Franka Bals

Ein Mann gräbt sich selbst ein Loch und taucht kopfüber dort hinein. Was es mit der Aktion gegenüber der Elbphilharmonie auf sich hat.

Hamburg. Der in Moskau geborene Konzeptkünstler Andrey Kuzkin scheut für sein aktuelles Projekt "The Phenomen of Nature or 99 Landscapes with Trees“ keine Hamburger Winterkälte. Am Donnerstagvormittag grub er sich für eine halbe Stunde nackt und kopfüber mit „Blick“ auf die Elbphilharmonie auf dem Strandkai in der HafenCity ein.

Die Performance ist seine insgesamt 54. Aktion im Rahmen dieser Serie, zum zweiten Mal hat er sich für Hamburger Boden entschieden. „Ich möchte wie ein Baum sein“, sagt Kuzkin, während er mit Axt und Schaufel das Loch in den eisigen Boden gräbt, es fühle sich an wie eine Geburt. Sein Vater, ebenfalls Künstler, starb, als Andrey Kuzkin drei Jahre alt war. Mit seiner Kunst wolle er dessen Werk vollenden.

Kuzkin wird am Freitag (9. Februar) auf Kampnagel zu Gast bei der russisch-deutschen Talkshow „Neue Welt“ sein. Thema: „Härte und Disziplin“. Das passt.