Hamburg

Kleingärten-Ärger: Beiersdorf bietet Gespräche an

Die Beiersdorf-Zentrale
an der
Unnastraße in Eimsbüttel

Die Beiersdorf-Zentrale an der Unnastraße in Eimsbüttel

Foto: Klaus Bodig / HA

Der strittige Verkauf der Fläche in Lokstedt an den Konzern soll am Dienstag erklärt werden. „Zubetonieren des Stadtteils“ befürchtet.

Hamburg. Im Streit um den Verkauf von Kleingartenflächen durch die Stadt an die Beiersdorf AG ist nun ein Informationsabend angesetzt worden. Am kommenden Dienstag, 30. Januar (Beginn: 20 Uhr), sollen im Auditorium des einzigen Hamburger DAX-Konzerns an der Troplowitzstraße 17 alle offenen Fragen des umstrittenen Flächenverkaufs beantwortet werden.

Wie berichtet, reagierten die Kleingärtner der drei betroffenen Vereine „Kleingartenverein Eimsbüttel“, „Wildwux“ und „Gartenfreunde Stubbenkamp“ nicht nur empört auf den Verkauf. Sie monierten zudem mangelnde Informationen. Zumal ihr Dachverband, der Landesbund der Gartenfreunde (LGH), mit am Verhandlungstisch saß, den Verkauf aber nicht verhindert hatte.

„Zubetonieren des Stadtteils“ befürchtet

So wurde die knapp zwölf Hektar große Fläche dem Konzern als potenzielles Erweiterungsareal zur Verfügung gestellt, nach Aussage der Stadt, um den Standort zu sichern. Aus den Reihen der Kleingärtner formierte sich die Gegen-initiative „Lebenswertes Lokstedt“, eine Onlinepetition fand bisher gut 2800 Unterzeichner.

Dort wird ein „Zubetonieren des Stadtteils“ befürchtet. Nun gibt es das von den Kleingärtnern geforderte Informationsangebot. Nach wie vor betont Beiersdorf, die Fläche in den kommenden 20 Jahren nicht nutzen zu wollen, und wenn, dann nur aus „erheblichen betrieblichen Gründen“. Die Stadt bleibe zunächst Verpächter.

Infos im Netz unter www.verkauf-kleingaerten-lokstedt.de und http://transparenz.hamburg.de