Lokstedt

Hamburgs ungewöhnlichster Spielplatz

In dem neuen Center Kids at Work gibt es verrückte Labore, magische Strände und die Möglichkeit, einen Wolkenkratzer zu bauen

Lokstedt.  Spielen kann ungeahnte Kräfte und Berufswünsche entfalten, das erlebt man an diesem Nachmittag bei Kids at Work, einem Spielcenter, das jetzt seine Eröffnung an der Osterfeldstraße 12–14 feierte. Die Kinder werden zu Bauarbeitern, Lokführern, Architekten. Sie führen einen Kaufmannsladen, bauen Sandburgen aus kinetischem Sand, verbinden Elektrizität und Leitungen im selbst gebauten Haus oder fliegen gemeinsam einen Drachen. Sie erleben, wie man den Regenbogen in ein Glas stecken kann, machen ihren eigenen Schleim und stellen Seifen her. Klingt nach Spaß, ist es auch. Aber eben auch mehr als das, nebenbei lernen die Kleinen quasi aus Versehen noch etwas. „Alles,was sie hier erleben können, hilft ihnen, Neues zu lernen und ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Es ist schlichtweg unmöglich zu spielen; ohne zu lernen“, sagt Natalia Magvayr.

Die Mutter von drei Kindern wünschte sich schon immer einen Ort, in dem sie ohne Anmeldung ihre Zeit als Familie sinnvoll verbringen konnte. Eine Einrichtung mit gesundem Essen und einer ruhigen Atmosphäre, mit einem breiten Angebot an Spiel- und Lernaktivitäten. Also machte sie sich an die Planung, reiste auf der Suche nach Inspirationen um die ganze Welt und brachte viele Ideen aus amerikanischen Kindermuseen mit nach Hamburg.

Bei Kids at Work gibt es neben den festen Spiel-Arealen ein monatlich wechselndes Programmangebot für unterschiedliche Altersklassen. Die Kinder können beispielsweise an der „Einführung in die Elektrizität“ teilnehmen, während die Eltern im Café einen Salat essen. „Mütter und Väter sollen sich auch mal entspannen“, sagt Magvayr, die sehr lange nach einem geeigneten Raum suchte und so manche Träne auf dem Weg zur Erfüllung ihres Traums vergoss. „Aber nun ist endlich geöffnet“, sagt sie erleichtert. Für das Design der Räume fand sie einen tollen Künstler, der drei Monate am Stück die Wände mit Hamburg- und Meeresmotiven bemalte. „Wenn man sein Kind mal fördern will, anstatt es nur zu parken, dann ist hier der ideale Ort dafür“, sagt der Künstler Ole Schiesser, selbst Vater.

Der Eintritt ist für Kinder unter zwölf Monaten frei, Kinder zahlen 10 Euro (am Wochenende 12 Euro), Erwachsene an jedem Tag 8 Euro.

Kids at Work, Osterfeldstraße 12–14, geöffnet täglich 9–19 Uhr, www.kidsatwork.com