Hamburg

14-Jährige vergewaltigt und in Kälte gelegt – neuer Prozess

Drei von fünf Angeklagten zwischen ihren Verteidigern auf der Anklagebank im Oktober 2016

Drei von fünf Angeklagten zwischen ihren Verteidigern auf der Anklagebank im Oktober 2016

Foto: Markus Scholz / dpa

Gericht hatte die fünf Angeklagten zu Haftstrafen verurteilt – vier auf Bewährung. Staatsanwalt und drei Angeklagte gingen in Revision.

Hamburg.  Das Landgericht Hamburg verhandelt von Mittwoch (9.30 Uhr) an erneut über eine Gruppenvergewaltigung im Stadtteil Harburg vor fast zwei Jahren. Drei Jugendliche und ein junger Mann hatten sich am 11. Februar 2016 an dem betrunkenen 14-jährigen Mädchen in einer Wohnung vergangen. Einer der jungen Männer und eine 15-Jährige filmten das Geschehen mit dem Handy. Dann hatten drei der Angeklagten ihr Opfer frühmorgens bei eisiger Kälte in einem Hinterhof abgelegt, wie ein Gerichtssprecher erklärte. Ein Bewohner wurde auf das schreiende Mädchen aufmerksam und verständigte die Polizei.

Das Landgericht hatte die fünf Angeklagten im Oktober 2016 zu Haftstrafen verurteilt - vier jedoch auf Bewährung. Dagegen gingen die Staatsanwaltschaft und drei Angeklagte in Revision. Der Bundesgerichtshof hob die Urteile auf, bestätigte jedoch die Feststellungen zum Tatgeschehen. Im nun beginnenden Prozess wird es nach Angaben des Gerichtssprechers um eine rechtliche Neubewertung der Taten gehen.