Schloss Bellevue

Steinmeier lädt drei besondere Hamburger zum Neujahrsempfang

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender am Montag beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue in Berlin begrüßt

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender am Montag beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue in Berlin begrüßt

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Zwei Frauen und ein Mann, die sich in der Hansestadt engagieren, waren beim Bundespräsidenten zu Gast.

Berlin/Hamburg.  Drei ehrenamtlich Engagierte aus Hamburg haben am Dienstag am Neujahrsempfang von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier teilgenommen. Die Demokratie in Deutschland sei stark, "weil es unzählige Menschen gibt, die sich auf vielfältige Weise für das Gemeinwesen engagieren" sagte Steinmeier im Schloss Bellevue in Berlin.

Zu den Gästen zählte unter anderen Ulrike Petersen, die vor 30 Jahren im Hamburger Schanzenviertel das Pantherhaus gegründet hat, in dem das Zusammenleben von Jung und Alt gefördert wird. Jürgen Sengpiel ist Gründer der Jürgen-Sengpiel-Stiftung, die Ausbildung und Erziehung von begabten und bedürftigen jungen Menschen mit Migrationshintergrund fördert. Susanne Stein hat ein Trauma-Bilderbuch für Flüchtlinge verfasst, das in zehn Sprachen zur Verfügung steht. Es wird sowohl in der Flüchtlingsunterstützung in Europa als auch in den jeweiligen Krisengebieten erfolgreich eingesetzt.

Appell für Menschenwürde, Weltoffenheit und Toleranz

Neben Repräsentanten aus Politik, Verbänden, Religionsgemeinschaften und weiteren Bereichen des öffentlichen Lebens hatte Steinmeier 70 engagierte Bürger aus allen Bundesländern zum Neujahrsempfang geladen. Steinmeier würdigte deren Engagement für Flüchtlinge und Migranten, Obdachlose und Bedürftige, Kultur und Umwelt.

Der Bundespräsident rief bei seiner Ansprache dazu auf, Menschenwürde, Weltoffenheit und Toleranz gegen Anfechtungen zu verteidigen. "Ich weiß, oft sind es die ehrenamtlich Engagierten, die als erste in Situationen geraten, in denen es gilt, antidemokratischem Denken, Hass und Gewalt die Stirn zu bieten", sagte das Staatsoberhaupt. Das gelte etwa, wenn Politiker und demokratische Verfahren verächtlich gemacht, Menschen beleidigt, bedroht oder ausgegrenzt würden oder "aggressiver Nationalismus und religiöser Fanatismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus ihr böses Gesicht zeigen".