Altstadt

Staatsministerin Grütters besteigt Mahnmal St. Nikolai

Kulturpolitikerin begeistert von Sanierung– und der Aussicht

Altstadt. Hamburg zeigte sich am Montag von seiner schönsten Seite – und begrüßte Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, mit herrlichstem Sonnenschein. Das war auch gut so, denn Grütters war unter anderem für die Besichtigung des fertig sanierten Mahnmals St. Nikolai in die Hansestadt gekommen. Und dazu gehört auch das Besteigen des Turms.

Über schmale, steile Stahltreppen gelangt man von der Aussichtsplattform in 76 Metern Höhe in den oberen Teil des 147 Meter hohen Turms. Sechs Jahre hat die Sanierung gedauert, nun ist dieser wieder frei von Baugerüsten, und Besucher können die phänomenale Aussicht über die Innenstadt genießen. Auch Monika Grütters war – trotz des eisigen Winterwindes – begeistert und sprach allen, die bei der Sanierung mitgewirkt haben, ihren Dank aus. Das Resultat bezeichnete sie als eine „kulturelle Krönung“.

Kirchengebäude wie dieses würden nicht nur zum Stadtbild Hamburgs beitragen, sondern wären auch von großer Bedeutung für die Menschen hier, so Grütters. St. Nikolai sei als Erbe des Zweiten Weltkrieges aber nicht nur eine bundesweite Gedenkstätte, sondern ein wichtiges Mahnmal für ganz Europa. „Schließlich war der Zweite Weltkrieg auch ein europäischer Krieg“, sagte die Beauftragte der Bundesregierung.

Während des Krieges diente der Turm der Nikolaikirche als Zielmarkierung der britischen und amerikanischen Luftstreitkräfte. Es sei schon eine Besonderheit, dass gerade ein Turm mit solch einer Aufgabe den Krieg überlebt habe, so die Staatsministerin. Umso wichtiger sei nun die Sanierung gewesen.

Mahnmal St. Nikolai, Willy-Brandt-Straße 60, täglich 10 bis 17 Uhr, Eintritt Museum und Aussichtsturm 5 Euro, Kinder 3 Euro