Hamburg

Demonstrationen gegen iranische Regierung in der Innenstadt

Demonstrationen gegen iranische Regierung in der Innenstadt

Mehrere Hundert Menschen demonstrierten am Sonnabend in Hamburg gegen das Regime im Iran

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Rund 300 Teilnehmer zogen vom Ida-Ehre-Platz bis zum Gänsemarkt. Mit einem zweiten Aufzug wollten sie sich nicht zusammenschließen.

Hamburg. Rund 320 Menschen haben in der Hamburger Innenstadt gegen die iranische Regierung demonstriert. Der Veranstalter hatte im Vorfeld mit rund 1000 Teilnehmern gerechnet. Der Aufzug zog unter dem Namen „Solidarität mit dem Aufstand im Iran“ von der Mönckebergstraße über den Jungfernstieg bis zum Gänsemarkt. Die Protestierenden trugen unter anderem Banner mit den Aufschriften „Nieder mit dem Gottesstaat!“ und „Mullahs raus aus Hamburg“. Sie skandierten "Mullah muss weg!" und "Nieder mit der Islamischen Republik!".

An der Mönckebergstraße fand zudem noch eine weitere Kundgebung mit rund 120 Teilnehmern statt, die sich ebenfalls gegen die iranische Regierung richtete. Zusammenschließen wollten sich die beiden Aufzüge jedoch nicht. Eine Hundertschaft der Polizei begleitete die Veranstaltungen. Die mit Musik begleiteten Proteste verliefen überwiegend friedlich.

Proteste schon an den vergangenen Tagen

Bereits am Mittwoch hatten in Hamburg etwa 200 Menschen vor dem iranischen Generalkonsulat gegen die Regierung in Teheran demonstriert. Am Vortag waren nach Polizeiangaben fast 800 Menschen auf die Straße gegangen. Auch diese Proteste waren an beiden Tagen weitgehend friedlich verlaufen.

Im Iran hatten die Proteste am Ende des vergangenen Jahres mit Kundgebungen gegen die Wirtschafts- und Außenpolitik begonnen, waren aber zunehmend systemkritisch geworden. Mehr als 1000 Demonstranten sollen festgenommen worden sein. Mindestens 19 Menschen starben.